Beziehungsgewalt: Frau geschlagen, gewürgt und vergewaltigt - Bewährungsstrafe
Immer wieder schlägt ein Mann seine Freundin und vergewaltigt sie sogar.
Schließlich trennt sie sich von ihm und will mit der Sache abschließen.
Dann passiert etwas, dass den Mann vor Gericht bringt.
Wegen Vergewaltigung und mehrfacher Misshandlung seiner ehemaligen Freundin hat das Landgericht Hamburg einen Angeklagten zu zwei Jahren Haft auf Bewährung verurteilt.
Der 34-Jährige beging die insgesamt sechs Taten nach Angaben des Gerichts zwischen Herbst 2016 und Frühjahr 2018.
Es habe eine rechtsstaatswidrige Verfahrensverzögerung gegeben, weswegen vier Monate Haft als verbüßt gelten, erklärte der Vorsitzende Richter Malte Wellhausen.
Nach Überzeugung der Kammer schlug der Angeklagte seine damalige Lebensgefährtin an fünf verschiedenen Tagen.
Einmal verwendete er dabei einen Ledergürtel, ein anderes Mal habe er die Frau gewürgt, bis sie keine Luft mehr bekam.
Im Oktober 2016 habe er sie vergewaltigt.
Nach Angaben des Richters hatte der Angeklagte die 18-jährige Abiturientin aus Niedersachsen , über eine Online-Plattform kennengelernt.
Nur wenige Monate nach dem ersten Treffen schlug er sie zum ersten Mal ins Gesicht.
Die junge Frau sei darüber sehr erschrocken gewesen und habe angefangen zu weinen. „Das war noch nicht mal doll“, habe er gesagt.
Dann folgten immer wieder Schläge aus nichtigem Grund, wie der Richter sagte.
Streit habe es auch wegen der Eltern der Frau gegeben, die die Beziehung der Tochter mit dem in Afghanistan geborenen Mann ablehnten.
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