Neue Übersichtsstudie: Nikotinhaltige E-Zigaretten bieten die beste Chance zur Rauchentwöhnung
Wer mit dem Rauchen aufhören will, hat laut einer neuen Untersuchung mit nikotinhaltigen E‑Zigaretten gute Chancen.
Eine ergänzende Therapieform wird trotzdem empfohlen.
Eine neue Übersichtsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass Raucherinnen und Raucher, die mit dem Rauchen aufhören möchten, mit nikotinhaltigen E-Zigaretten offenbar bessere Erfolgschancen haben als mit vielen herkömmlichen Entwöhnungsmethoden.
Für die im Forschungsnetzwerk Cochrane veröffentlichte Analyse werteten die Wissenschaftler 80 Studien mit insgesamt knapp 30.000 Teilnehmern aus.
Demnach schafften es mit Nikotin-Vapes etwa acht bis zehn von 100 Menschen, mindestens sechs Monate lang auf Zigaretten zu verzichten.
Bei anderen Methoden wie Nikotinpflastern, Kaugummis oder Unterstützungsprogrammen lag der Anteil bei höchstens sechs Prozent.
Auch gegenüber nikotinfreien E-Zigaretten zeigten sich die nikotinhaltigen Produkte als wirksamer.
Die Forschenden halten allerdings einen späteren Wechsel auf nikotinfreie Liquids für eine mögliche Option, um die Nikotinabhängigkeit weiter zu reduzieren.
Abhängigkeit durch Rauchen von E-Zigaretten bleibt bestehen Studienautorin Nicola Lindson von der Universität Oxford betont, dass Raucher möglichst viele Möglichkeiten haben sollten, um von ihrer Sucht loszukommen.
Nikotinhaltige E-Zigaretten seien zwar vermutlich nicht ohne gesundheitliche Risiken, aber weniger schädlich als herkömmliche Tabakzigaretten.
Gleichzeitig warnt Studienautor Jamie Hartmann-Boyce vor nicht zugelassenen Produkten.
Bei solchen Geräten könnten unter anderem instabile Akkus oder schädliche Inhaltsstoffe zum Problem werden.
Wer E-Zigaretten zur Rauchentwöhnung einsetzen will, soll deshalb ausschließlich geprüfte und von den zuständigen Behörden zugelassene Produkte verwenden.
Hinweise auf kurzfristige, schwere gesundheitliche Schäden durch nikotinhaltige E-Zigaretten fanden die Forschenden in ihrer Auswertung nicht.
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