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Kultur

Sinkende Margen und Sanierung: Braunkohleförderer Mibrag schreibt Verluste

Stern ·
Sinkende Margen und Sanierung: Braunkohleförderer Mibrag schreibt Verluste

Die Mibrag verzeichnet 2024 einen Verlust von rund 176 Millionen Euro.

Hohe Rückstellungen für Sanierungsaufgaben und weniger Braunkohleförderung belasten das Ergebnis.

Sinkende Fördermengen und Rückstellungen für anstehende Sanierungsaufgaben haben bei der Mibrag für Verluste gesorgt.

Das Unternehmen hat gemäß der aktuellsten verfügbaren Zahlen im Jahresabschluss 2024 ein Minus von rund 176 Millionen Euro ausgewiesen.

Hauptgrund sind nach Angaben von Mibrag-Sprecher Sebastian Exner die Rückstellungen für die Sanierung der Restlöcher der noch aktiven Tagebaue Profen und Vereinigtes Schleenhain in Sachsen-Anhalt und Sachsen nach dem geplanten Kohleausstieg 2038.

Zuvor hatte die „Mitteldeutsche Zeitung“ darüber berichtet.

Margen beim Kohlestrom sinken Der Minusbetrag wurde vollständig vom Mibrag-Mutterunternehmen, der tschechischen EPH-Gruppe, ausgeglichen.

Diese hat in ihrem Geschäftsbericht Rückstellungen von 225 Millionen Euro für Sanierungsaufgaben bei Mibrag-bezogenen Gesellschaften ausgewiesen.

Die Unternehmensgruppe mit Sitz in Prag ist auch an den Kraftwerken Schkopau und Lippendorf beteiligt, in denen Strom vor allem aus der Mibrag-Braunkohle gewonnen wird.

Die Menge erneuerbarer Energien am Strommarkt nehme zu.

Gleichzeitig sinken die Margen beim Kohlestrom durch die weitere Verknappung und damit Verteuerung von CO2-Zertifikaten im EU-Emissionshandel, der für Unternehmen wie die Mibrag verpflichtend ist.

Europaweit geht die Kohleverstromung daher zurück, wie es weiter heißt.

Die Fördermenge der Mibrag sei im Rahmen eines „Mittellastkonzepts“ zwischen 2021 und 2024 um knapp 40 Prozent auf noch etwa zehn Millionen Tonnen Braunkohle gesunken.

2025 lag die Fördermenge wieder bei elf Millionen Tonnen.

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