Abstimmung: Klare Mehrheit in Alberta gegen Unabhängigkeit von Kanada
Die kanadische Provinz Alberta hat über den Weg in die Unabhängigkeit abgestimmt.
Das Ergebnis fällt eindeutig aus - und stärkt auch Premierminister Carney.
Das Thema ist dennoch nicht vom Tisch.
Die Einwohner der ölreichen Provinz Alberta haben sich mit deutlicher Mehrheit für einen Verbleib in Kanada ausgesprochen.
Knapp 76 Prozent votierten nach vorläufigen Teilergebnissen dafür, wie die Wahlbehörde mitteilte.
Kanadas Premierminister Mark Carney begrüßte das Votum gegen die Abspaltung der Provinz.
Er sprach von einer Chance, das Land nun für alle besser zu machen.
Die Einwohner Albertas stimmten am Montag in einem Referendum darüber ab, ob die Provinz ein zweites verbindliches Referendum zur Trennung von Kanada anstreben soll sowie über neun weitere Fragen zur Einwanderung und zur Verfassung.
Ersten Ergebnissen zufolge deutet sich bei den weiteren Abstimmungsfragen eine Mehrheit für eine restriktivere Migrationspolitik ab.
Alberta liegt im Westen des Landes und gilt als besonders konservativ.
Viele Unabhängigkeitsbefürworter sind der Ansicht, dass Alberta wirtschaftlich einen großen Beitrag zum Wohlstand Kanadas leistet, von der Regierung in Ottawa aber politisch benachteiligt wird.
Ergebnis für Befürworter über den Umfragenwerten Umfragen hatten zuletzt bereits eine große Mehrheit für den Verbleib als Teil Kanadas gesehen - etwa 70 Prozent.
Damit liegt das erste Ergebnis noch einmal über den Zustimmungswerten der Umfragen.
Beide großen politischen Parteien des Landes hatten sich immer wieder deutlich gegen eine Abspaltung ausgesprochen.
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