Wegen Hormus-Deal - „Clown-Crew“! Mullahs verspotten Trump-Regierung
Teheran/Washington – Erst erklärte Donald Trump (80) die Straße von Hormus auf einer Karte praktisch zum US-Gebiet. Jetzt kommt die Antwort aus Teheran, und die könnte spöttischer nicht ausfallen. Irans Chefunterhändler und Parlamentspräsident Mohammad Bagher Ghalibaf macht sich öffentlich über Trumps Regierung lustig. Er verspottet gleich mehrere Minister als Teil einer „Clown-Crew“. Mitten im Machtkampf um die Straße von Hormus macht sich Teheran offen über Trumps Minister lustig.
Auf X spottete Ghalibaf über Finanzminister Scott Bessent (64) und Kriegsminister Pete Hegseth (46). Die beiden seien ihrer Aufgabe nicht gewachsen. Dann legte er nach. Die Amerikaner sollten nicht länger darauf warten, dass eine „Clown-Crew“ „ein Kaninchen aus dem Hut zaubert und das Chaos beseitigt“.
Der Auslöser: Trump hatte zuvor erneut klargemacht, dass er wenig von neuen Verhandlungen mit dem Iran hält. Am Dienstag veröffentlichte er sogar eine Darstellung der Straße von Hormus, auf der die Meerenge als US-Territorium eingezeichnet war.
Trump hatte bereits am Montag beim US-Sender „Fox News“ erklärt, er habe „keine Eile“, ein Abkommen mit Teheran abzuschließen. Über die Führung in Teheran sagte er: „They’re good poker players, but they’re dying.“ Auf Deutsch: „Sie sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde.“
Der Streit hat enorme Bedeutung. Die Straße von Hormus gehört zu den wichtigsten Schifffahrtsrouten der Welt. Ein großer Teil des internationalen Ölhandels läuft durch die Meerenge zwischen Iran und der Arabischen Halbinsel.
Teheran hält die Wasserstraße weiter blockiert und verlangt dafür weitreichende Zugeständnisse der USA. Dazu gehören laut iranischen Angaben die Aufhebung von Ölsanktionen, die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte und ein Ende militärischer Operationen in der Region.
Dass die Lage immer explosiver wird, zeigt ein neuer Vorfall auf See. Die britische Behörde „UK Maritime Trade Operations“ meldete am Dienstag, dass ein Handelsschiff in der Straße von Hormus von einem „unbekannten Projektil“ getroffen worden sei. Ein Besatzungsmitglied wurde verletzt, der Maschinenraum beschädigt. Die Ursache wird untersucht.
Für den Nahost-Experten Jonathan Schanzer von der Denkfabrik „Foundation for Defense of Democracies“ spielen Washington und Teheran derzeit ein gefährliches Machtspiel. Dem konservativen „Washington Examiner“ sagte er, die iranische Führung hoffe offenbar, die USA durch steigende Ölpreise und anhaltenden Druck zum Nachgeben zu bewegen.
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