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Drei Faktoren - Kane macht Top-Stürmer für Dynamo so gefährlich

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Drei Faktoren - Kane macht Top-Stürmer für Dynamo so gefährlich

Samstag (13 Uhr) geht's für Dynamo Dresden zum VfL Osnabrück. Beim wegweisenden Keller-Kracher kommt man an einem Namen nicht vorbei: Robin Meißner (26).

Der Stürmer wechselte im Sommer nach vorheriger Leihe per Kaufoption fest von der SGD nach Niedersachsen. Mit 14 Toren und zehn Vorlagen hat er den Aufsteiger in die 2. Liga geschossen. Und jetzt macht ihn auch noch Harry Kane (33) stark.

Der Bayern-Star staunte nämlich über Meißners Traum-Knaller aus etwa 25 Metern zur 1:0-Führung im DFB-Pokal (Ende 1:4). Der Ex-Dynamo steht mit diesem Kunstkracher zur Auswahl zum Tor des Monats September. Gegenüber BILD verrät er nun: „Die Medaille dafür würde direkt neben das Trikot von Harry Kane kommen. Ich glaube, davon kann ich noch in 15 Jahren erzählen.“

Meißner sahnte nicht nur das Kane-Trikot ab, sondern auch noch anerkennende Worte vom englischen Rekord-Nationalspieler. „In den Katakomben hat er mein Tor extra gelobt. Da stand auch Max Eberl daneben. Das von seinem Torjäger zu hören, ist nochmal etwas ganz anderes und eine schöne Bestätigung. So ein Ding habe ich auch noch nicht gemacht, dazu ist es besonders gegen Bayern eine unfassbare Erinnerung.“

Das Selbstverständnis ist bei Meißner quasi am Limit - anders als in seiner Dresdner Zeit. Damals hätte er aus dieser schwierigen Lage wie gegen Bayern wohl gar nicht abgezogen, sondern den Ball weiterverteilt.

„Natürlich spielt das Selbstvertrauen eine Rolle“, sagt er. „In der Situation war es aber vielleicht sogar die einzige Option zu schießen, weil ja sonst keiner vorn war. Dass der Ball dann genauso runterfällt, ist immer auch etwas Glück.“ Und doch drängt sich der Verdacht auf, dass es bei Kopfmensch Meißner generell Klick gemacht hat.

Unter VfL-Coach Timo Schultz (49) legte das Talent schon früher beim FC St. Pauli eine beeindruckende Entwicklung hin, kam in der U17-Saison 2015/16 auf 11 Tore und acht Assists. Der Angreifer meint: „Der Kontakt ist nie abgerissen.“ Deshalb ist es wohl diese Verbindung, die dazu beitrug, dass Meißner sich im August 2025 für Osnabrück entschied.

In Dresden wurde bereits seine Vertragsverlängerung im Winter davor kritisch gesehen. Schon da war er kein Stammspieler. Sportchef Thomas Brendel (50) setzte sich damals durch, was der SGD später immerhin knapp 200.000 Euro Ablöse einbrachte.

Beim VfL kommen jetzt drei Faktoren zusammen: Neben dem Kane-Lob kriegt Meißner das Vertrauen in seine Stärken vom Coach. Die extrem hohe Konkurrenz und die damit verbundenen Zweifel bei Dynamo sind weg. Außerdem passt das Spielsystem endlich zu ihm.

Meißner: „Wir spielen mit einem Stoßstürmer und zwei halben Zehnern dahinter. Grundsätzlich ist dabei egal, wo ich auf dem Blatt Papier beginne. Weil wir die Positionen flexibel wechseln. Mir liegt das eher. Denn ich bin immer irgendwo in der Mitte und damit in Tornähe. Ich hatte da eine gute Vorahnung, wie der Trainer sich das vorstellt.“

So ist er im Vergleich mit der Zeit unter Markus Anfang oder Thomas Stamm nicht wiederzuerkennen.

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