MRTs zeigen - Wie Cola das Kinderhirn verändern könnte
Mal eine Cola nach der Schule, mal eine Dose beim Spielen mit Freunden. Was für Kinder nach einer harmlosen Erfrischung klingt, könnte mehr mit ihrem Gehirn zu tun haben als gedacht. Eine neue Studie fand Zusammenhänge mit psychischen Auffälligkeiten. Fass mir den Artikel zusammen
Wissenschaftler untersuchten Daten aus einer großen US-Langzeitstudie von 9632 Kindern im Alter zwischen neun und elf Jahren. Softdrinks waren die mit Abstand primäre Koffeinquelle (Kaffee spielte nur eine ganz geringe Rolle). Die Forscher werteten aus , wie lange die Kinder schliefen und wie ihre Gehirne auf MRT-Bildern aussahen. Energydrinks wurden nicht ausgewertet.
Es zeigte sich: Kinder, die mehr koffeinhaltige Softdrinks ( Cola , Limonaden) tranken, hatten im Schnitt eine etwas kleinere Großhirnrinde (die äußere Schicht des Gehirns). Der Zusammenhang zeigte sich bereits ab einer Dose pro Woche (90 mg Koffein). Diese äußere Schicht des Gehirns hilft uns beim Denken, Wahrnehmen und dabei, unser Verhalten zu steuern.
Die Wissenschaftler betrachteten auch die psychische Gesundheit der Kinder . Dabei zeigte sich, dass eine kleinere Oberfläche der Großhirnrinde häufiger zusammen mit Aufmerksamkeitsproblemen, Ängsten und depressiven Beschwerden auftrat. Ab wann koffeinhaltige Softdrinks problematisch werden
Kinder, die mehr koffeinhaltige Softdrinks tranken, schliefen tendenziell kürzer. Bei Kaffee und Espresso zeigte sich dieser Zusammenhang nicht. Kürzerer Schlaf wiederum hing mit einer kleineren Oberfläche der Großhirnrinde zusammen. Möglicherweise wirkt Koffein also indirekt – über schlechteren Schlaf – auf die Gehirnentwicklung.
Die Ergebnisse sind kein Grund zur Sorge. Die Studie zeigt lediglich Zusammenhänge, beweist aber nicht, dass Cola die Gehirnentwicklung beeinflusst oder psychische Probleme verursacht. Auch andere Faktoren wie Zucker, Schlafgewohnheiten oder der allgemeine Lebensstil könnten eine Rolle spielen. Was sollte ich als Nächstes lesen?
Für Eltern gilt daher: Gelegentlich eine Cola bedeutet nicht automatisch ein Risiko für die Gehirnentwicklung. Dennoch ist es sinnvoll, bei Kindern auf einen möglichst geringen Koffeinkonsum und ausreichend Schlaf zu achten.
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