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Politik

Überfall auf Patrouille: Zwei Blauhelmsoldaten in Südsudan getötet

FAZ Politik ·
Überfall auf Patrouille: Zwei Blauhelmsoldaten in Südsudan getötet

Bei einem Angriff auf eine Patrouille der Vereinten Nationen in Südsudan sind zwei Blauhelmsoldaten getötet worden. Sieben weitere Menschen seien verletzt worden, teilte die UN-Mission im Südsudan (Unmiss) mit. Unter den Verletzten seien drei Blauhelmsoldaten, zwei südsudanesische Polizisten und zwei zivile UN-Mitarbeiter. Die Nationalitäten der getöteten Soldaten wurden zunächst nicht bekanntgegeben.

Die Patrouille sei auf dem Weg nach Pajut im Bundesstaat Jonglei gewesen, als sie von unbekannten Bewaffneten aus dem Hinterhalt angegriffen worden sei, hieß es. Unmiss entsandte nach eigenen Angaben eine schnelle Eingreiftruppe, um das Gebiet zu sichern und die Rettungsmaßnahmen zu unterstützen.

Unmiss-Chefin Anita Kiki Gbeho forderte die Behörden auf, den Angriff rasch und umfassend zu untersuchen. Angriffe auf UN-Friedenstruppen könnten nach internationalem Recht Kriegsverbrechen darstellen, erklärte die Mission.

Südsudan ist seit seiner Unabhängigkeit 2011 von Machtkämpfen und Gewalt geprägt. Infolge eines Bürgerkriegs von 2013 bis 2018 starben Schätzungen zufolge rund 400.000 Menschen. Seit 2025 hat sich die Lage abermals deutlich verschärft. Die UN warnen vor einem Rückfall in einen größeren Konflikt. Die Blauhelm-Mission Unmiss, die den Friedensprozess unterstützen und Zivilisten schützen soll, hat aktuell rund 12.000 Soldaten, Polizisten und zivile Mitarbeiter in dem Land mit rund zwölf Millionen Einwohnern.

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