Frankreich: Neue Vorwürfe des Kindesmissbrauchs gegen bereits verurteilten Chirurgen
2025 wurde Joël Le Scouarnec verurteilt.
Der ehemalige Chirurg soll hunderte Kinder unter Narkose missbraucht haben.
Nun gibt es dutzende neue Vorwürfe.
Mehr als ein Jahr nach seiner Verurteilung wegen hunderter Missbrauchsfälle sind neue Vorwürfe gegen den inhaftierten pädokriminellen Chirurgen Joël Le Scouarnec aufgetaucht.
Dem 75-Jährigen würden weitere 40 sexuelle Übergriffe und zehn Vergewaltigungen vorgeworfen, teilte Staatsanwältin Laetitia Mirande in Lorient im Westen Frankreichs am Mittwoch mit.
Die Staatsanwaltschaft leitete daher ein Ermittlungsverfahren ein.
Während des früheren Prozesses seien „Hinweise auf weitere Straftaten aufgetaucht oder bestätigt worden“.
Außerdem habe die Staatsanwaltschaft „weitere Strafanzeigen“ erhalten, erklärte Mirande weiter.
Ihr zufolge ereigneten sich die Missbrauchstaten in den Jahren 1987 bis 2017 und „betreffen 48 Opfer“.
Sie seien noch nicht verjährt.
Gericht verurteilte Le Scouarnec wegen Kindesmissbrauchs zu Höchststrafe Ein Strafgericht in Morbihan hatte den heute 75-Jährigen im Mai 2025 zur Höchststrafe von 20 Jahren Haft verurteilt.
In das Urteil flossen Vergewaltigungen und Übergriffe an knapp 300 Opfern in der Zeit zwischen 1989 und 2014 ein.
Die meisten von ihnen waren überwiegend minderjährige Patienten, die Le Scouarnec unter Narkose im Krankenhaus missbraucht hatte.
Seine Opfer, zu denen Jungen wie Mädchen zählten, waren im Schnitt elf Jahre alt.
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