Clan-Kontakte und Antisemitismus-Vorwürfe: Berliner Linke massiv in der Kritik
Die Linke unter Druck: Wegen Clan-Kontakten und Antisemitismus-Vorwürfen steht ihr Berliner Landesverband nach dem Sieg bei der Abgeordnetenhauswahl massiv in der Kritik.
Die Union warnte am Dienstag vor einem Regierungsbündnis in Berlin unter Führung der Linkspartei.
Die möglichen Koalitionspartner SPD und Grüne forderten Klarheit über Verbindungen zum Berliner Clan-Milieu sowie eine klare Distanzierung von Antisemitismus.
Der Linken-Bundestagsabgeordnete Ferat Kocak, der Kontakte zum Berliner Remmo-Clan eingeräumt hatte, lässt unterdessen seine Parlamentsfunktionen vorerst ruhen.
Die Linkspartei mit Spitzenkandidatin Elif Eralp hatte die Wahlen zum Berliner Abgeordnetenhaus am Sonntag klar gewonnen.
Noch am Wahlabend wurde bekannt, dass der berüchtigte Clanchef Issa Remmo bei der Wahlparty des Linken-Bezirksverbands in Neukölln auftauchte.
Ebenso anwesend war ein propalästinensischer Aktivist, der wegen israelfeindlichen Positionen in der Kritik steht.
Gegen Teile der Berliner Linken gab es immer wieder Antisemitismusvorwürfe.
Nun wurden auch Kontakte ins Kriminellenmilieu Thema.
Mitgliedern des Remmo-Clans werden zahlreiche Straftaten vorgeworfen, etwa eine Beteiligung am Diebstahl einer 100 Kilo schweren Goldmünze aus dem Berliner Bode-Museum und der Einbruch in das Grüne Gewölbe in Dresden .
Kocak räumte Kontakte zum Berliner Remmo-Clan ein.
So tauschte er sich mit Remmos Sohn Firas in Chats aus.
Auf der Plattform X rechtfertigte Kocak den Kontakt damit, dass er mit „vielen Leuten“ im Austausch stehe.
In einem Fall habe er Issa Remmo „mit Höflichkeit zurückgegrüßt“, er habe jedoch zunächst „keine Kenntnis“ davon gehabt, um wen es sich gehandelt habe.
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