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Neue Europa-Studie zeigt - Erhöht Hühnerfleisch das Krebsrisiko bei Frauen?

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Neue Europa-Studie zeigt - Erhöht Hühnerfleisch das Krebsrisiko bei Frauen?

Frauen, die regelmäßig Geflügel essen, könnten von einem überraschenden Studienergebnis betroffen sein. In einer großen europäischen Untersuchung zeigte sich ein Zusammenhang zwischen weißem Fleisch und einer bestimmten Form von Magenkrebs. Die Analyse mit Daten von 450.112 Menschen aus neun Ländern deutet darauf hin, dass das Risiko für sogenannten Nicht-Kardia-Magenkrebs bei höherem Verzehr von weißem Fleisch ansteigen könnte.

Das fanden die Forscher unter Federführung von Catalina Bonet (Catalan Institute of Oncology) und Paula Jakszyn (Bellvitge Biomedical Research Institute, beides Spanien) heraus: Bei Frauen erhöhte jede zusätzliche Menge von 20 Gramm weißem Fleisch pro Tag das Risiko für diese Tumorform um 20 Prozent. Es geht um Tumore, die nicht am Mageneingang entstehen. Bei Männern zeigte sich dieser Zusammenhang nicht.

Der Befund fällt deshalb besonders auf, weil weißes Fleisch wie Geflügel oder Kaninchen bisher meist nicht im Mittelpunkt der Krebsforschung stand. Insgesamt war ein höherer Konsum von weißem Fleisch in der Studie nicht mit einem erhöhten Magenkrebs-Risiko verbunden. Der Zusammenhang zeigte sich ausschließlich bei einer bestimmten Tumorform und nur bei Frauen.

Neben dem Befund zu weißem Fleisch untersuchten die Forscher auch andere Fleischarten. Am deutlichsten fielen die Zusammenhänge bei verarbeitetem Fleisch wie Wurst, Schinken oder Speck aus. Pro zusätzliche 30 Gramm täglich stieg das relative Risiko für ein Adenokarzinom des Magens um neun Prozent und für ein Adenokarzinom der Speiseröhre um 13 Prozent.

Für rotes Fleisch wie Rind, Schwein oder Lamm fanden die Wissenschaftler dagegen keinen statistisch signifikanten Zusammenhang mit den untersuchten Krebsarten .

Die Teilnehmer wurden durchschnittlich 14,1 Jahre lang beobachtet. Allerdings beruhten die Ernährungsangaben auf Selbstauskünften und wurden nur zu Beginn der Studie erhoben. Zudem fehlten Daten zu Helicobacter-pylori-Infektionen, einem bekannten Risikofaktor für bestimmte Formen von Magenkrebs. Die Forscher können daher einen Zusammenhang zeigen, aber keinen direkten Ursache-Wirkungs-Nachweis liefern.

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