Berichte: CIA-Chef warnte in Moskau vor Angriff auf Nato - Kreml dementiert
Der Kreml hat US-Medienberichte, wonach CIA-Chef John Ratcliffe bei seinem kürzlichen Moskau-Besuch Russland vor einem möglichen Angriff auf Nato-Mitgliedstaaten gewarnt haben soll, als „alarmistisch“ zurückgewiesen. „Viele solcher Horrorgeschichten werden derzeit veröffentlicht.
Sie haben natürlich nichts mit der Realität und mit den Absichten Russlands zu tun“, sagte Kreml-Sprecher Dmitri Peskow am Donnerstag.
Vielmehr sei es so, dass Russland mit einem „sehr aggressiven“ Kurs europäischer Länder konfrontiert sei, fügte der Sprecher von Präsident Wladimir Putin hinzu.
Das „Wall Street Journal“ und der Nachrichtensender CBS News hatten am Mittwoch berichtet, der Direktor des US-Auslandsgeheimdienstes CIA habe seine Gesprächspartner in Russland vor einem militärischen Vorgehen gegen Nato-Staaten gewarnt.
US-Geheimdiensteinschätzungen deuten demnach darauf hin, dass Moskau versuchen könnte, das Bündnis auf die Probe zu stellen.
Laut „Wall Street Journal“ könnte Putin die Nato in den kommenden Jahren mit einem „begrenzten Angriff“ herausfordern.
Das Weiße Haus in Washington äußerte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP zunächst nicht zu dem Thema.
US-Präsident Donald Trump hatte am Mittwoch gesagt, Ratcliffes Besuch in Moskau sei „halb routinemäßig“ erfolgt. „Wir würden den Krieg mit der Ukraine gerne beendet sehen“, fügte er hinzu.
Laut CBS News sprach Ratcliffe in Moskau auch über den Iran-Krieg.
Der Sender berief sich bei seinen Angaben auf mehrere mit der Angelegenheit vertraute Quellen.
Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes SWR, Sergej Naryschkin, bezeichnete sein Treffen mit Ratcliffe am Donnerstag als „nichts Ungewöhnliches“.
Treffen von Geheimdienstchefs gehörten zum normalen Arbeitsalltag, sagte er.
Zu den besprochenen Themen machte Naryschkin keine näheren Angaben.
Ratcliffe war nach Berichten von US-Medien am Dienstag zu einem öffentlich nicht angekündigten Besuch nach Moskau gekommen.
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