Tanken: Frust an den Tankstellen – »Ich fühle mich abgezockt«
Tanken muss man ja. Ich bin angewiesen darauf, mit dem Auto zur Arbeit zu fahren oder im Alltag. Ich habe keine andere Wahl.«
»Das ist einfach nur abartig. Ich fühle mich im wahrsten Sinne des Wortes abgezockt.«
Die Spritpreise bleiben auf Rekordkurs: Seit Anfang September legten Benzin und Diesel deutlich zu. Autofahrer sehen sich mit Preissteigerungen von bis zu 15 Cent pro Liter konfrontiert – je nach Region und Tankstelle. Deutschland gehört damit europaweit zu den teuersten Pflastern für Tankwillige.
»Mich würde vor allem interessieren, ob das jetzt Machenschaften der Mineralölindustrie sind oder ob wir das alles nur Trump und seinen Idiotien zu verdanken haben. Ich stoppe jetzt bei 23 Liter und hoffe, dass das morgen etwas günstiger ist.«
»Das ist eine Katastrophe und überhaupt nicht zu verstehen, dieses ganze System.«
Für Tischlermeister Marco Schumacher sind die hohen Benzinpreise eine betriebswirtschaftliche Katastrophe. Er hat am Montagmorgen drei Autos betanken müssen und insgesamt 240 Euro bezahlt.
»19 Jahre lang lief der Betrieb super, mittlerweile geben die Kunden gar kein Geld mehr aus, was verständlich ist. Ich kann es selbst als Privatmann auch nicht mehr. Die Kosten laufen trotzdem weiter. Katastrophe. Ich kann die Preise nicht weitergeben an meine Kunde n , dadurch wird es immer teurer. Die Marge immer weniger. Es lohnt sich nicht mehr zu arbeiten. Nichts tun ist günstiger, als etwas zu tun.«
Besserung ist nicht in Sicht. Nach Ansicht des Tankstellenverbands sind sogar Spritpreise in Höhe von drei Euro in Deutschland wahrscheinlich.
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