Spezialschiff zurückerwartet: Umwelthilfe kritisiert LNG-Gasterminal für Stade
Eigentlich sollte in Stade schon längst Flüssigerdgas angelandet werden.
Nun wird das Spezialschiff zurückerwartet.
Die Deutsche Umwelthilfe warnt vor einer Abhängigkeit von US-Fracking-Gas.
Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) warnt angesichts der bevorstehenden Inbetriebnahme des schwimmenden Importterminals für Flüssiggas (LNG) in Stade vor zunehmender Abhängigkeit Deutschlands von US-Fracking-Gas.
Sie kritisiert die für heute erwartete Ankunft des LNG-Terminalschiffs „Energos Force“.
Das Terminal sei zur Verteilung des LNG auf dieselben, bereits voll ausgelasteten Fernleitungen angewiesen, wie das bestehende LNG-Terminal in Brunsbüttel.
Es sei deshalb fraglich, ob durch das Schiff in Stade in diesem Winter überhaupt zusätzlich Gas eingespeist werden kann.
Die DUH fordert die Bundesregierung auf, den Ausbau fossiler LNG-Infrastruktur umgehend zu stoppen.
Mit der „Energos Force“ gehe drei Jahre nach der fossilen Ausbau-Offensive im Zuge des Ukraine-Kriegs ein weiteres Stück der „milliardenschweren LNG-Infrastruktur“ in Betrieb, führte DUH-Bundesgeschäftsführer Sascha Müller-Kraenner an: „Das Märchen von der Versorgungssicherheit, mit dem uns damals die zahlreichen LNG-Terminals verkauft wurden, muss alleine wegen der viel zu späten Realisierung platzen.“ Die Bundesregierung dürfe Versorgungssicherheit nicht mit möglichst viel fossiler Infrastruktur verwechseln. „Versorgungssicherheit entsteht durch einen sinkenden Gasverbrauch, erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Speicher und ein diversifiziertes Energiesystem und nicht durch immer mehr LNG-Lieferungen und -Kapazitäten“, sagte er.
Die Ankunft des Schiffes sei kein Grund zum Feiern, sondern eine gefährliche Wette auf die Zukunft.
Noch in diesem Monat soll der Betrieb in Stade nach jahrelanger Verzögerung beginnen.
Die zwischenzeitliche Subcharter des Spezialschiffes „Energos Force“ ist beendet, das Schiff wurde am heutigen Tag in der Hansestadt erwartet.
Für die Inbetriebnahmephase sei die Lieferung von LNG sichergestellt, hieß es von der bundeseigenen Betreibergesellschaft, der Deutschen Energy Terminal Gesellschaft (DET).
Im November werde mit einem ersten LNG-Tankers gerechnet.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.