Im Urlaub inhaftiert: Familie hofft auf Freiheit für Ulmer in türkischer Haft
Ein Ulmer sitzt in der Türkei in Haft.
Die Behörden werfen ihm Terror-Mitgliedschaft vor wegen eines Vereinskontakts.
Seine Familie versteht den Vorwurf nicht und hofft nun auf seine Freilassung.
Für die Familie des seit Mitte August in der Türkei inhaftierten Ulmers ist die Ungewissheit schwer auszuhalten. „Wir hoffen, dass er schnell freigelassen wird“, sagte sein Bruder Sebahattin Soylu.
Der 46-Jährige sitzt nach Angaben seines Anwalts wegen des Vorwurfs der Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung in einem Gefängnis in Ankara.
Zuvor hatte die „Südwest Presse“ darüber berichtet.
Ferdi Soylu war am 8.
August mit seiner Familie auf dem Landweg in die Türkei eingereist.
Nach Angaben seines Bruders wurde ihm an der Grenze mitgeteilt, dass er sich wegen eines gegen ihn bestehenden Vorwurfs innerhalb einer Woche bei der Staatsanwaltschaft in Ankara melden müsse.
Dass er zunächst weiterreisen durfte, habe die Familie beruhigt. „Wir haben gedacht, es ist nicht so schlimm, er wird einfach bei der Befragung antworten“, sagte Soylu.
Am 14.
August sei Soylu daraufhin nach Ankara gereist und habe sich dort persönlich bei der Staatsanwaltschaft gemeldet.
Im Beisein seines Anwalts habe er eine Aussage gemacht.
Danach habe die Familie die Nachricht bekommen, dass er inhaftiert worden sei. „Das war der größte Schock, den ich in meinem Leben erlebt habe.“ Vorwurf liegt mehr als zehn Jahre zurück Nach Angaben des Anwalts geht es um den Vorwurf, Soylu sei in den Jahren 2012 und 2013 Mitglied des Ulmer Vereins „Feza“ gewesen.
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