Gegen den Trend: Dieser Ort nahe Europa wird immer kühler statt wärmer
Die Klimaerwärmung bereitet uns seit Jahren große Sorgen.
Ein Ort auf der Erde wird jedoch nicht kontinuierlich heißer – sondern kühler.
Warum das allerdings keine gute Nachricht ist.
Während die Temperaturen weltweit insgesamt steigen, auch in den Weltmeeren, gibt es im Nordatlantik eine auffällige Ausnahme.
Südlich von Grönland und Island befindet sich ein großes Meeresgebiet, das sich seit mehr als 100 Jahren entgegen dem globalen Trend – abkühlt.
Wissenschaftler bezeichnen diese Region als „Kaltfleck“, „Cold Blob“ oder „Erwärmungsloch“.
Neue Untersuchungen legen nahe, dass dieses Phänomen vom Zustand eines wichtigen Strömungssystems abhängt – der Atlantischen Meridionalen Umwälzzirkulation (kurz: Amoc).
Die Klimaforscher Stefan Rahmstorf und Michael Mann stellten im Jahr 2015 die These auf , dass die Existenz des ungewöhnlichen Kaltflecks mit einer nachlassenden Stärke der Amoc zusammenhängen könnte.
Dieser Ort wird immer kühler statt wärmer Das Forschungsteam um Rahmstorf wertete Messungen von Bojen, Schiffen und Satelliten aus und kombinierte diese mit Klimamodellen.
Dabei zeigte sich, dass die niedrigeren Temperaturen nicht nur an der Oberfläche auftreten, sondern sich bis in große Tiefen erstrecken.
Da atmosphärische Einflüsse dort nur eine geringe Rolle spielen, spricht vieles für einen veränderten Wärmetransport direkt im Ozean.
Diese Beobachtungen stützten somit ihre These.
Die Amoc funktioniert wie ein riesiges Zirkulationssystem: Warmes Wasser gelangt aus den Tropen in den Nordatlantik, gibt unterwegs Wärme an die Atmosphäre ab und trägt damit wesentlich zu den vergleichsweise milden Wintern Europas bei.
Anschließend sinkt das abgekühlte und salzreiche Wasser in die Tiefe und strömt wieder südwärts.
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