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Kultur

Sebastian Bezzel - Vom Schulversager zum „Eberhofer“-Star

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Sebastian Bezzel - Vom Schulversager zum „Eberhofer“-Star

München – Seit 13 Jahren heißt Sebastian Bezzel (55) für Millionen Menschen vor allem: Franz. Franz Eberhofer. Seit dem 13. August ist mit „Steckerlfischfiasko“ der zehnte Eberhofer-Krimi im Kino und für ihn beginnt damit wieder eine Zeit, in der ihm Fans auf der Straße seinen Rollennamen hinterrufen. „In Bayern und Österreich werde ich öfter als Eberhofer angesprochen“, sagt Bezzel zu BILD und lächelt. „Auf der Kinotour durch ganz Deutschland sowieso: Franz, Rudi, Susi – aber das ist ja auch eine Liebeserklärung. Alles gut.“

Sebastian Bezzel lebt weit weg von den Dreharbeiten in Niederkaltenkirchen. Und auch von dem Ort, an dem seine eigene Geschichte begann. Geboren und aufgewachsen ist er mit einem älteren Bruder in Garmisch-Partenkirchen. Heute wohnt er mit seiner Familie in Hamburg. Gefragt, was für ihn Heimat ist, sagt Bezzel: „Heimat ist Oberbayern, wo ich aufgewachsen bin. Und mein Zuhause ist Hamburg , wo meine Kinder und meine Familie sind. Wobei Heimat für mich mehr ist als ein Punkt auf der Landkarte: Das sind Menschen. Erinnerungen. Gerüche.“

Wonach riecht Ihre Kindheit bis heute? „Wenn es tagelang sehr heiß ist und dann so ein krasses Gewitter herunterkommt und alles geduscht wird – wie es danach riecht, wenn der Regen wieder vorbei ist, das liebe ich sehr.“ Es sind solche Sätze, in denen man etwas von Bezzel selbst erkennt, das auch in seinem Eberhofer steckt: die Liebe zu den einfachen Dingen. „Zu Essen, Familie, vertrauten Orten. Zu dem Gefühl, irgendwo hinzugehören.“ Schon im Kindergarten inszenierte Sebastian Bezzel mit Freunden erste Sketche. Er liebte Western, spielte die Geschichten nach, träumte sich in andere Welten und von Berufen, die mit Bühne, Ruhm und Fantasie zu tun haben. „Fußballer fand ich toll, Rockstar fand ich toll und das Dritte war Schauspieler.“ Er lacht: „Aber bei Fußballern, Schrägstrich Skifahrern, da muss man ja richtig was können. Bei Rockstar übrigens auch. Da muss man seine Hausaufgaben machen. Bleibt für den faulen Menschen nur noch der Schauspieler übrig.“

Bezzel ist als Kind „lustig, lebendig, schon immer ein bisschen Klassenclown“. Gleichzeitig wächst er in einem Elternhaus auf, in dem Bildung wichtig ist. Seine Mutter ist Lehrerin, sein Vater der bekannte Ornithologe Professor Einhard Bezzel († 2022). Er schaute beruflich genau hin, nur nicht auf seinen Sohn in dem Sinne, dass aus ihm ebenfalls ein Vogelkundler werden müsste. „Mein Vater war klug genug, dass er wusste, dass man eine Leidenschaft niemandem aufzwingen kann.“

Bei Familienausflügen hatte der Vater „fast immer Fernglas und Diktiergerät dabei“, erinnert sich Bezzel. „Bei Filmen ärgerte es ihn, wenn darin die falschen Vogelstimmen zu hören waren.“ Welche Vögel können Sie am Ruf erkennen? In seiner trockenen Art sagt er: „Kuckuck, das war’s dann.“ Viel wichtiger sei, wie sein Vater ihm vorlebte, dass Arbeit mehr sein darf als Broterwerb: „Dieses Hobby, diese Leidenschaft zum Beruf machen und einer Sache konsequent folgen. Meine Mutter war Lehrerin. Von ihr bekamen mein Bruder und ich das Emotionale.“

Seine Eltern liebten Theater und Film, nahmen die Interessen ihres Sohnes ernst.

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