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Kultur

Atomenergie: Grenznaher Reaktor in Tschechien außerplanmäßig abgeschaltet

Stern ·
Atomenergie: Grenznaher Reaktor in Tschechien außerplanmäßig abgeschaltet

Eine elektronische Karte legt Reaktorblock 2 in Temelin lahm - nur 60 Kilometer von Bayern entfernt.

Atomkraftgegner, die die Anlage für störanfällig halten, könnten sich bestätigt sehen.

Im umstrittenen tschechischen Atomkraftwerk Temelin ist es zu einer Panne gekommen.

Der Reaktorblock 2 wurde außerplanmäßig heruntergefahren und vom Netz getrennt, wie die Betreibergesellschaft CEZ mitteilte.

Der Grund sei eine Fehlfunktion im Steuersystem für den nicht nuklearen Teil der Anlage gewesen. „Techniker haben das System überprüft und anschließend die betroffene elektronische Karte in einem Leitschrank ausgewechselt“, teilte AKW-Sprecher Marek Svitak mit.

Derzeit würden noch weitere Kontrollen stattfinden.

Man rechne damit, dass der Reaktor im Laufe des Donnerstags wieder seinen Betrieb aufnehmen werde.

Der Reaktorblock 1 läuft davon unbeeinflusst weiter mit voller Leistung.

Wenige Monate nach Jahresrevision Der Reaktorblock 2 war erst im April nach einer knapp zweimonatigen Jahresrevision wieder angefahren worden.

Dabei war ein Teil der Brennelemente ausgetauscht worden.

Ursprünglich sollte er danach bis zur nächsten Revision für 16 Monate laufen.

Das ist eine Verlängerung gegenüber dem bisher üblichen Intervall um sechs Monate.

Das AKW Temelin mit zwei Druckwasserreaktoren vom Typ WWER 1000/320 liegt weniger als 60 Kilometer von den Grenzen zu Bayern und Niederösterreich entfernt.

Atomkraftgegner halten die Anlage wegen der Kombination von russischer Reaktor- mit amerikanischer Leittechnik für störanfällig.

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5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

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