Montag, 12. Oktober 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Gesundheit

Minze: Heilpflanze gegen Kopfschmerzen, Erkältung und Darmprobleme

NDR Ratgeber Gesundheit ·
Minze: Heilpflanze gegen Kopfschmerzen, Erkältung und Darmprobleme

AUDIO: Kräuter - Superhelden aus Topf und Beet (27 Min) von Louisa Hoffmann

Minze überzeugt sowohl in Salaten als auch in Desserts und Getränken. Sie gehört zur Gattung Mentha und umfasst eine Vielzahl von Pflanzen. Besonders bekannt sind die Pfefferminze (Mentha × piperita) und die Grüne Minze (Mentha spicata), welche auch Speer-Minze genannt wird. Doch es gibt noch mehr als 30 weitere Sorten und Hybride wie Orangen-Minze, Thai-Minze oder auch marokkanische Minze. Die Arten unterscheiden sich unter anderem in ihrem Menthol-Gehalt, was Auswirkungen auf den Geschmack und die Wirkung der Heilpflanze auf den Körper hat.

Besonders Pfefferminze zeichnet sich durch ihren hohen Menthol-Gehalt aus. Dieser sorgt auch für eine leichte Schärfe. Die Grüne Minze hingegen hat einen sehr geringen Menthol-Gehalt, weshalb sie weniger scharf und stattdessen mild-süßlich schmeckt. Auch wenn sich die Arten unterscheiden, ist Minze allgemein gesund. Sie enthält Vitamin A , Ballaststoffe, Magnesium , Eisen und Folsäure .

Der Pflanze wird schon lange eine heilende Wirkung nachgesagt. Besonders für Pfefferminze wurde aufgrund ihres hohen Menthol-Gehalts eine positive Wirkung bei verschiedenen Beschwerden nachgewiesen.

Pfefferminzöl kann bei Spannungskopfschmerzen helfen. In einer von der Schmerzklinik Kiel zitierten Studie fanden Forschende heraus, dass das Öl genauso gut die Schmerzen linderte wie Paracetamol oder Acetylsalicylsäure (ASS) . Die Versuchspersonen trugen dabei mit Alkohol verdünntes Pfefferminzöl auf die Stirn auf und stellten bereits nach 15 Minuten eine Verbesserung der Symptome fest.

Die Linderung der Schmerzen beruht dabei auf mehreren Wirkmechanismen. Bei lokaler Anwendung von Pfefferminzöl auf der Haut werden, selbst in geringen Mengen, Kälte- und Druckrezeptoren erregt. Es entspannt zudem Muskeln und kann die Wirkungen der Schmerz-Nerven-Botenstoffe Serotonin und Substanz-P hemmen. Beide Substanzen spielen bei der Entstehung von Kopfschmerzen eine entscheidende Rolle. Hohe Konzentrationen von Menthol entfalten zudem eine lokal anästhesierende Wirkung.

Das Öl sollte jedoch nicht pur aufgetragen werden. In zu hohen Konzentrationen reizt Menthol die Wärme- und Schmerzrezeptoren. Personen mit Asthma sollten vorsichtig sein, da das Einatmen des Öls zu einem Asthma-Anfall führen kann. Für Kinder unter drei Jahren ist die Anwendung von Menthol gefährlich. Auch für den Einsatz von verdünntem Menthol sollte bei Kindern bis zum sechsten Lebensjahr ärztlicher Rat eingeholt werden.

Pfefferminze ist ein bewährtes Hausmittel bei Magen- und Darmbeschwerden . Als Öl oder Tee oral eingenommen, hilft Pfefferminze die Darmmuskulatur zu entspannen und verringert so Schmerzen bei Krämpfen. Zudem reduziert Pfefferminze Blähungen und fördert die Gallenproduktion. Jedoch kann die Einnahme zu Nebenwirkungen wie Sodbrennen und Verdauungsbeschwerden kommen.

Für eine sanftere Behandlung können Minzen mit geringerem Menthol-Gehalt, wie beispielsweise Grüne Minze, eingesetzt werden. Falls die Behandlung nicht anschlägt oder starke Nebenwirkungen auftreten, sollte dies generell medizinisch abgeklärt werden.

Vollständigen Artikel bei NDR Ratgeber Gesundheit lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.ndr.de — der Inhalt gehört NDR Ratgeber Gesundheit.

Mehr in Gesundheit

Alle ansehen ›