Samstag, 29. August 2026 QuellenÜber uns🌓
🇩🇪 DE ▾
EILMELDUNG
Kultur

Psychische Probleme: Opfer der DDR-Diktatur – Traumaberatung sieht großen Bedarf

Stern ·
Psychische Probleme: Opfer der DDR-Diktatur – Traumaberatung sieht großen Bedarf

Die DDR griff ihre Gegner oft verdeckt an.

Psychoterror und Rufschädigung zählten zu häufig eingesetzten Mitteln.

Die Opfer leiden noch heute.

Der Bedarf an Traumaberatung bei Gesundheitsschäden durch politisches Unrecht in der DDR scheint in Brandenburg mehr als 35 Jahre nach der Wende noch immer groß zu sein. „Die Nachfrage ist seit Beginn der Traumaberatung für diesen Personenkreis hoch.

Alle zur Verfügung stehenden Termine sind in der Regel vergeben“, sagte Petra Morawe, die im Auftrag der Aufarbeitungsbeauftragten die Traumaberatungen durchführt.

Inzwischen gebe es eine Warteliste.

Angebot für politisch Verfolgte Das Land Brandenburg bietet für ehemals politisch Verfolgte sowie deren mitbetroffene Angehörige eine Traumaberatung an. „Das Angebot richtet sich an alle, die sich bis heute durch die Folgen des politischen Unrechts stark belastet fühlen oder die einen Menschen begleiten, der in der Sowjetischen Besatzungszone und DDR traumatische Erfahrungen machen musste“, hieß es von den Organisatoren.

Häufig hätten die Menschen eine Vielzahl von Verfolgungsmaßnahmen erlitten, berichtete Morawe.

Einweisungen in Umerziehungsheime der DDR-Jugendhilfe, politische Haft, Rufschädigung, Psychoterror oder berufliche Verfolgung zählten zu den häufig vorkommenden Schilderungen. „In den meisten Fällen war es nicht eine Maßnahme die zur gesundheitlichen Schädigung führte, sondern ein Bündel von staatlichen repressiven Maßnahmen, die über einen längeren Zeitraum zum Einsatz kamen.“ Verfolgung mündet in psychische Probleme Daraus entwickelten sich posttraumatische Belastungsstörungen, die in gesundheitliche und soziale Störungen mündeten. „Dazu gehören schwere Schlaf- und Entspannungsstörungen mit wiederkehrenden Albträumen und depressiven Symptomen“, erklärte die Traumaberaterin.

Bei vielen würden sich „Vertrauensverluste in die Mitmenschen“ und etwa Misstrauen gegenüber Behörden und medizinischen Einrichtungen herausbilden.

Doch warum suchen manche Betroffene erst so spät nach Hilfe? Für viele galt es, „ins normale Leben zurückzufinden“, so Morawe.

Sie mussten im Alltag funktionieren.

Arbeit, Unterhalt verdienen, Familienleben aufbauen oder Kindererziehung brauchten ihre Energien, „so dass weder Zeit, Raum noch verständnisvolle Vertraute vorhanden waren, um sich der Traumaerfahrung zu stellen“.

Außerdem war es für die Betroffenen und deren soziales Umfeld in der DDR-Zeit mitunter gefährlich, sich anderen gegenüber anzuvertrauen.

Vollständigen Artikel bei Stern lesen ›

5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.

Mehr von Stern

Alle ansehen ›

Mehr in Kultur

Alle ansehen ›