EU-Gipfel: Selenskyj fordert weitere 70 Milliarden Euro von der EU
90 Milliarden Euro hat die EU der Ukraine für die Jahre 2026 und 2027 bereits bewilligt.
Das Geld reicht aber nicht aus.
Der ukrainische Präsident nennt beim EU-Gipfel die Größe der Finanzlücke.
Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj fordert von seinen Verbündeten in der Europäischen Union weitere 70 Milliarden Euro für das kommende Jahr, um im Abwehrkampf gegen die russischen Angreifer bestehen zu können.
Er brauche das Geld „für die Verteidigung, für Waffen und für unsere Widerstandsfähigkeit“, sagte er beim EU-Gipfel in einer Rede vor den Staats- und Regierungschefs, die er anschließend auf der Plattform X veröffentlichte.
Der Krieg werde die Ukraine im nächsten Jahr insgesamt 155 Milliarden Euro kosten.
Merz hatte bereits zu Beginn des Gipfels eine Aufstockung der Mittel für die Ukraine gefordert, aber keine Größenordnung genannt.
Auf seiner Abschluss-Pressekonferenz sagte er, es gebe eine große Übereinstimmung in der EU, der Ukraine auch über den Winter und im nächsten Jahr weiterzuhelfen.
Der Finanzbedarf werde jetzt von der EU-Kommission geprüft und dann werde man im November oder Dezember erneut darüber beraten.
90 Milliarden Euro reichen nicht aus Die EU hatte der Ukraine im vergangenen Jahr 90 Milliarden Euro für die Jahre 2026 und 2027 bewilligt, die nun nicht ausreichen. „Wir wissen, dass wir mit diesem Geld nicht auskommen, die Ukraine mit diesem Geld nicht auskommt“, räumte Merz ein.
Der ukrainische Finanzminister Serhij Martschenko hatte den zusätzlichen Finanzbedarf der Ukraine bereits im September bei einem Besuch in Brüssel erläutert.
Im regulären Haushalt seines Landes fehlten für nächstes Jahr 32,6 Milliarden US-Dollar (29,1 Milliarden Euro).
Die Lücke für die Verteidigungsausgaben bezifferte er auf 45 Milliarden US-Dollar (etwa 40,1 Milliarden Euro.
Mit der Ansage Selenskyjs vor den Staats- und Regierungschefs ist diese Forderung nun quasi amtlich.
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