Für 140.000 Beschäftigte: Metall-Tarifrunde: So viel fordert die Gewerkschaft
Zehntausende Menschen arbeiten in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt in der Metall- und Elektroindustrie.
Viele sorgen sich um ihren Job.
Was will die IG Metall in der anstehenden Tarifrunde erreichen? Die IG Metall fordert für die rund 140.000 Beschäftigten in der Metall - und Elektroindustrie in Niedersachsen und Sachsen-Anhalt fünf Prozent mehr Geld.
Das haben die Tarifkommissionen einstimmig beschlossen, wie die Gewerkschaft in Hannover mitteilte.
Die Forderung gilt demzufolge sowohl für Beschäftigte als auch für Auszubildende, bei einer Laufzeit von zwölf Monaten.
Die wirtschaftliche Lage ist nach Ansicht der Gewerkschaft „ausgesprochen unterschiedlich“.
Während einige Unternehmen mit Unterauslastung und tiefgreifenden strukturellen Veränderungen konfrontiert seien, verfügten andere über eine solide Auftragslage und wirtschaftliche Spielräume.
IG Metall : Forderung ist begründet und vertretbar Diese Lage „nehmen wir ernst“, teilte IG-Metall-Bezirksleiter Thorsten Gröger mit.
Daraus folge aber nicht, dass die Beschäftigten ihren Anspruch auf eine angemessene Entgeltentwicklung zurückstellen sollten.
Die Preise hätten das Leben dauerhaft verteuert, zugleich helle sich die konjunkturelle Perspektive auf. „Vor diesem Hintergrund ist eine Forderung von fünf Prozent sachlich begründet und wirtschaftlich vertretbar“.
Wegen der Preissteigerungen will die IG Metall auch eine „soziale Komponente“ herausverhandeln, die vor allem unteren Entgeltgruppen zugutekommt.
Sie soll die unterschiedlichen Belastungen in den Belegschaften berücksichtigen.
Denn Beschäftigte mit niedrigen Einkommen, Teilzeitkräfte und Azubis seien von den höheren Kosten für Wohnen, Energie und Lebensmittel besonders betroffen.
Außerdem will die Gewerkschaft mit den Arbeitgebern darüber sprechen, wie Beschäftigte in besonders erfolgreichen Unternehmen angemessen an deren Entwicklung beteiligt werden können. „Die wirtschaftlichen Unterschiede zwischen den Betrieben gehören auf den Tisch“, sagte Gröger.
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