USA: Donald Trump ätzt gegen Begriff »künstliche Intelligenz« – Vance geht gegen Microsoft vor
US-Präsident Donald Trump will den etablierten Begriff Künstliche Intelligenz aus dem Sprachgebrauch verdrängen. Wer die Bezeichnung weiterhin verwende, sei künftig »der Feind«, schrieb Trump auf seiner Plattform Truth Social. Stattdessen will er den Begriff »Superintelligenz« etablieren.
Er bezeichnete »Superintelligenz« als »hoch akzeptiert« und zugleich als präzisere Bezeichnung für die Technologie. Bereits seit Wochen versucht der US-Präsident, den Begriff durchzusetzen. Die Bezeichnung »künstliche Intelligenz« lasse die Technologie für ihn unter anderem »unecht« erscheinen.
Unterstützung bekommt Trump dabei aus der Techbranche. So kündigte Elon Musk an, sein KI-Unternehmen SpaceXAI in SpaceXSI umbenennen zu wollen. Auch in einer freiwilligen Sicherheitsvereinbarung großer KI-Unternehmen, die Ende September im Weißen Haus unterzeichnet wurde, wird der Begriff »Superintelligenz« verwendet.
1 Min Zur Merkliste hinzufügen Sicherheitsdebatte über Anthropic, OpenAI und Co.: Trump kündigt »AI Force« zur KI-Regulierung an 2 Min Zur Merkliste hinzufügen 2 Min Zur Merkliste hinzufügen Neuer KI-Beauftragter: Geheimdienstdirektor Clayton wird Leiter von Trumps »Super Intelligence Force« 1 Min Zur Merkliste hinzufügen 1 Min Zur Merkliste hinzufügen Die großen KI-Anbieter OpenAI und Anthropic halten dagegen bislang am etablierten Begriff »Artificial Intelligence« (AI) fest. Und auch Trumps eigene Plattform Truth Social verwendet die Bezeichnung weiterhin: Dort ist nach wie vor ein Link zur hauseigenen Suchfunktion »Truth Search AI« zu finden.
Derweil nimmt Trumps Vizepräsident JD Vance den Softwarekonzern Microsoft ins Visier. Die US-Regierung wirft dem Unternehmen vor, das H-1B-System für hoch qualifiziert ausländische Fachkräfte missbraucht zu haben.
Microsoft habe im vergangenen Jahr rund 6000 Beschäftigte in den USA entlassen und zugleich 6300 Mitarbeiter mit H-1B-Visa beschäftigt, sagte Vance in Washington . Kein anderes Unternehmen habe das Verfahren zum dauerhaften Aufenthalt ausländischer Fachkräfte so stark missbraucht wie Microsoft.
Arbeitsminister Keith Sonderling kündigte an, dass Microsoft bis auf Weiteres vom Verfahren zur Beantragung dauerhafter Aufenthaltsgenehmigungen für bestimmte ausländische Beschäftigte ausgeschlossen werde. Dabei geht es nicht um das H-1B-Visaprogramm selbst, sondern um das sogenannte PERM-Verfahren auf dem Weg zur Greencard. Auch gegen mehrere Beratungsunternehmen und Adobe soll die Regierung vorgehen.
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