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Im Kettenkarussell drei Stunden gefangen - „Man hat ein lautes Knacken gehört“

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Im Kettenkarussell drei Stunden gefangen - „Man hat ein lautes Knacken gehört“

Hamburg – Es waren bange Stunden am Hamburger Dom: Etwa 20 Menschen hingen am Dienstagabend für drei Stunden auf einem 80 Meter hohen Kettenkarussell fest. Gegen Mitternacht konnte der „Nordic Tower“ im Notfallmodus heruntergelassen werden. In BILD schildern zwei Fahrgäste ihre Angst.

Siegurd Büchel war mit Arbeitskollegen auf dem Hamburger Dom, als das Kettenkarussell stehenblieb . Er saß drin.

Büchel zu BILD: „Wir haben vorher noch darüber gesprochen, was wäre, wenn es stehen bleiben würde.“ Plötzlich steckte er in ungefähr 30 Metern Höhe fest. „Man hat einmal ein lautes Knacken gehört, dann wurde es langsamer. Wir haben uns gefragt, ob das ein Problem sein könnte. Dann hieß es ,Notbremsen‘.“ Büchel zufolge hörte man immer wieder von den Mitarbeitern am Boden „noch ein Moment, noch ein Moment“. Doch es wurde „ein sehr langer Moment“, stellte Büchel fest.

Was zur Panne geführt hatte, ist noch völlig unklar. Nach drei Stunden konnte die Feuerwehr die Menschen am Boden aus dem Karussell befreien. Ärzte und Sanitäter kümmerten sich um die vermutlich unterkühlten Fahrgäste.

„Es war sehr kalt“, berichtet auch Büchels Begleiterin namens Saku. Sie erzählt von den bangen Momenten in der Luft: „Wir hatten einen kurzen Moment von Panik. Im ersten Moment haben wir versucht, das humoristisch zu überspielen. Aber wenn es knackt und nicht mehr weitergeht, bekommt man doch ziemlich doll Angst.“

Der Alarm wurde um 21 Uhr ausgelöst. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot auf dem Volksfest im Einsatz, das in Hamburg dreimal jährlich auf dem Heiligengeistfeld stattfindet und 7 bis 10 Millionen Besucher pro Jahr hat. Die Feuerwehr setzte ein Teleskopmastfahrzeug 70 ein und versorgte die Menschen mit Decken, weil es zur Nacht spürbar kühler wurde. Es gab die Sorge, dass auf dem Karussell Panik ausbrechen könnte. Allerdings hielten die Einsatzkräfte Kontakt zu den Menschen im Karussell, um die Lage unter Kontrolle zu halten. Das Deutsche Rote Kreuz war ebenso im Einsatz wie – für den Fall der Fälle – ein Notarzt.

Nach BILD-Informationen waren speziell ausgebildete Höhenretter zu den Fahrgästen aufgestiegen. Sie versuchten, in Zusammenarbeit mit dem Personal, das Karussell doch regulär herunterzulassen.

Der „Nordic Tower“ ist nach Angaben der Stadt Hamburg auf dem Volksfest (noch bis 30. August) eines der größten transportablen Hochkettenkarussells Deutschlands. Die 16 Doppelsitze mit Platz für 32 Personen fahren dabei drehend in die Höhe – immer schneller geht es bis auf 80 Meter hinauf.

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