Pokal-Hit im HSV-Stadion - HEBC mit Linienbus zum Dortmund-Kracher
Es ist das Spiel ihres Lebens. Am Dienstag (20.45 Uhr, RTL und Sky) trifft der Hamburger Fünftligist HEBC (Hamburg Eimsbütteler Ballspiel Club) im Pokal auf den Vizemeister und Champions-League-Teilnehmer Borussia Dortmund. Das Spiel steigt im Stadion des HSV. Und die Anreise der Amateur-Kicker dorthin wird eine ganz besondere.
Ursprünglich wollte die HEBC-Truppe mit dem Fahrrad am Spieltag zum Volksparkstadion kommen, die fünf Kilometer als eine Art Warm-up absolvieren. Doch nun fährt das Team doch ein wenig komfortabler zum Spiel. Da der Verein keinen Mannschaftsbus besitzt, hat man sich für die Anreise einen Linienbus der Hamburger Hochbahn gemietet. Der wird mit Vereins-Wappen und -Farben umgestaltet. Dafür packen die Spieler sogar selbst mit an. HEBC-Boss Konstantin Zimmermann sagt: „Dass uns ausgerechnet ein Hamburger Linienbus zu einem der größten Spiele unserer Vereinsgeschichte bringt, passt ziemlich gut zum HEBC. Wir sind ein Amateurverein und wir bleiben auch vor einem Gegner wie Borussia Dortmund bodenständig.“ Und er träumt augenzwinkernd von der großen Pokal-Sensation: „Vielleicht bringt uns der Hamburger Nahverkehr am 1. September ja ein Stück weiter, als alle erwarten.“
Bislang sind 38.000 Tickets für das Duell verkauft, es ist das erste Mal DFB-Pokal für den HEBC. Kapitän Tjorven Köhler (30): „Sich für den DFB-Pokal zu qualifizieren, das ist das Größte, was einem passieren kann.“ Einmal war man beim Vorläufer, dem Tschammer-Pokal (benannt nach dem Nazi-Reichssportführer Hans von Tschammer und Osten). 1935 gab es in der ersten Runde ein 0:7 gegen den Hamburger Stadtteil-Rivalen Eimsbütteler TV.
Und noch etwas Besonderes haben sich HEBC-Bosse neben dem Bus für den Pokal-Kracher überlegt. Alle Spieler, die beim Hamburger Landespokal-Finale (5:1 gegen Vorwärts-Wacker Billstedt) dabei waren und sich noch im aktuellen Team befinden (aktuell 19), werden auch gegen Dortmund im Spiel-Kader stehen. Damit aber wirklich alle Kicker in den Genuss des Pokal-Feelings im Volksparkstadion kommen, dürfen sich auch die nicht nominierten Spieler vor Anpfiff auf dem Rasen warm machen. Das soll mit dem DFB abgesprochen sein.
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