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Was Sie im TV nicht gesehen haben - Fünf Kuriositäten beim kleinsten Pokalverein

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Was Sie im TV nicht gesehen haben - Fünf Kuriositäten beim kleinsten Pokalverein

Krieschow – Auf dem Platz ist Fünftligist VfB Krieschow gegen den Bundesligisten Mainz 05 chancenlos, verliert mit 0:9. Doch wer das Spiel im Fernsehen verfolgt, sieht nur dieses einseitige Spiel. Die Kuriositäten rund um das 480-Einwohner-Dorf bekommen nur die Fans zu sehen, die sich auf den Weg in den Süden Brandenburgs machen.

Wer an einem Sonntag vom nächstgelegenen großen Bahnhof in Cottbus nach Krieschow will, hat nur eine Handvoll Busse zur Auswahl. Und diese müssen unter Umständen ein paar Tage zuvor als Rufbus reserviert werden. Auf dem Weg zwischen Autobahn und Krieschow sehen die BILD-Reporter sogar zwei Anhalter, die mit dem Daumen nach oben am Straßenrand stehen.

Wer kann, fährt mit dem Rad. Hunderte Fahrräder stehen am Zaun des Krieschower Sportparks. In Sachen Nachhaltigkeit schlägt das jede XXL-WM mit ihren dutzenden Flügen über ganze Kontinente.

Wer den Weg ins Dorf findet, wird mit Transparenten auf Heuballen begrüßt und zum Parkplatz geleitet. Auf dem Weg dorthin stehen Kinder mit ausgestrecktem Krieschow-Schal am Straßenrand und winken jedem Auto zu. Egal, ob das Kennzeichen aus Brandenburg oder Rheinland-Pfalz kommt.

Die Krieschower Einlaufkinder werden von zwei Mädchen in sehr auffälligen Kostümen angeführt. Laut Stadionsprecher sei dies traditionelle sorbische Festtagskleidung, die sonst nur zu Anlässen wie der Fastnacht getragen wird. Man wolle damit ein Zeichen für die regionale Verbundenheit und Tradition setzen.

Da staunten Amiri und Co. nicht schlecht. Die Fans auf der „VIP-Terrasse“ konnten direkt in die Mainzer Kabine schauen. Den Profis schien das egal zu sein. Sie ließen die Tür direkt neben den Fans offen. Man sah die Spieler vor dem Spiel locker tanzen und quatschen. Die amerikanische Rap-Musik kämpfte gegen den Schlager aus den Stadionboxen im Ton-Duell an.

Schon lange vor dem Anpfiff liegt der Ball auf dem DFB-Pokal-Sockel. Doch als der starke Schiedsrichter Lennart Kernchen (25) kurz vor dem Beginn das Spielgerät in die Hand nimmt, fällt ihm auf: Da ist zu wenig Luft drin. In Halbzeit zwei hat Amiri das gleiche Problem. Bei einer Ecke nimmt er die Kugel in die Hände und zeigt, wie tief er den Ball eindrücken kann. Daraufhin kickt er diesen auf den Spielplatz neben dem Feld. So schlimm kann es aber nicht gewesen sein. Schließlich erzielte Amiri beim 0:6 ein absolutes Traumtor per 35-Meter-Freistoß.

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