Im Krankenhaus gestorben: „Eine ganze Nation trauert“: Norwegens König Harald ist tot
Norwegen hat sein beliebtes Staatsoberhaupt verloren: Nach Jahren mit Krankheiten ist König Harald V. gestorben – und hinterlässt eine Monarchie in unsicheren Zeiten.
In Oslo trauern Tausende.
In tiefer Trauer gedenken die Norwegerinnen und Norweger auf dem Schlossplatz ihres Königs.
Viele haben Tränen in den Augen, als sie nach der Nachricht vom Tod Haralds V.
Blumen niederlegen.
Um 6.35 Uhr war der 89-Jährige im Reichskrankenhaus friedlich und für immer eingeschlafen, wie das Königshaus mitteilte.
Den Thron erbt Haralds Sohn Haakon, der wie weitere Familienmitglieder am Krankenbett gewacht hatte.
Bereits seit Anfang vergangener Woche hatte Harald im Krankenhaus gelegen.
Wegen der Bluterkrankung hämolytische Anämie - einer Form der Blutarmut - war er mit Kortison behandelt worden, was zu einer Flüssigkeitsansammlung im Körper geführt hatte.
Anschließend zog er sich zusätzlich eine bakterielle Infektion des Blutkreislaufs zu.
Seit Donnerstagmorgen weilte der engere Kreis der Königsfamilie eng an Haralds Seite.
Vor dem Reichskrankenhaus versammelten sich Dutzende Medienvertreter, am Morgen wurde Haralds Frau, Königin Sonja, bei der Anfahrt fotografiert - und wenig später verschickte der Hof die Todesmeldung.
Die Internetseite des Königshauses zeigte nur noch ein Bild von Harald vor schwarzem Hintergrund, die Flagge am Schloss wurde auf halbmast gesetzt. „Er war ein großartiger König“, sagte eine Norwegerin der Deutschen Presse-Agentur auf dem Schlossplatz . „Es ist eine harte Zeit für alle.“ Eine andere Passantin sprach von einem „Schock“.
Sie habe die Nachricht am Morgen im Bus aus dem Radio erfahren - und angefangen, zu weinen.
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