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Brände in Nevada: Zehntausende fliehen vor den Flammen nahe Reno

Der Spiegel ·
Brände in Nevada: Zehntausende fliehen vor den Flammen nahe Reno

Seit Samstagvormittag bekämpfen Feuerwehrleute im Westen des US-Bundesstaats Nevada Brände. Die Flammen in einer hügeligen Region nahe der Großstadt Reno hatten sich im Laufe des Sonntags schnell auf eine Fläche von mehr als 6000 Hektar ausgebreitet.

Jetzt haben die Behörden vor Ort 42.000 Menschen aufgefordert, ihre Häuser zu verlassen. Weitere 45.000 sollten sich auf eine Evakuierung vorbereiten oder schon jetzt in Sicherheit bringen, teilten die Einsatzkräfte auf Facebook mit.

Websites zur Brandverfolgung zeigten Evakuierungszonen, die sich von den Hügeln der Sierra Nevada bis zur University of Nevada im Nordwesten von Reno erstreckten. Auf Videos waren dichte Rauchwolken zu sehen, die den Horizont verdunkelten.

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Bisher wurden sechs Personen verletzt, darunter drei Einsatzkräfte. Mehr als 800 Feuerwehrleute sind im Einsatz, inzwischen wurde Hilfe aus den benachbarten US-Bundesstaaten angefordert.

Die Brände wüteten im äußersten Westen des durch Wüstenlandschaft geprägten Bundesstaates, unweit der Grenze zu Kalifornien und in unmittelbarer Nähe zur Casino-Stadt Reno. »Unsere Wetterbedingungen sind weiterhin schwierig«, sagte Pete Bryant von der Feuerwehr Reno. »Heiß, trocken, windig - und ein Ende ist vorerst nicht in Sicht.«

Die Behörden erhielten erstmals am Samstag gegen 11.15 Uhr Ortszeit Meldungen über einen Brand in der Nähe des Hawk Meadow Trail, sagte Richard Edwards, Leiter des Truckee Meadows Fire Protection District. Die Feuerwehrleute arbeite unter »extremen Red-Flag-Bedingungen«, sagte er.

Red-Flag-Bedingungen sind eine Kombination aus warmen Temperaturen, sehr geringer Luftfeuchtigkeit und starken Winden, die das Risiko von Waldbränden erhöhen. Die Feuerwehr geht laut US-Medienberichten davon aus, dass die Brände von Menschen verursacht wurden. »Die Ermittlungen dauern noch an«, sagte ein Sprecher während einer Pressekonferenz zur Brandlage.

Der Gouverneur von Nevada, Joe Lombardo, rief am späten Samstag im Washoe County, zu dem Reno und Teile des Lake Tahoe gehören, den Notstand aus. Er sprach von einer sich rasch entwickelnden Lage. »Ich fordere alle Menschen in den betroffenen Gebieten dringend auf, wachsam zu bleiben und den Anweisungen der örtlichen Behörden Folge zu leisten«, erklärte Lombardo in einer Stellungnahme.

Der Gouverneur genehmigte den Einsatz von zwei Hubschraubern sowie 60 Einsatzkräften der Nationalgarde zur Unterstützung der Einsätze des Sheriff-Büros von Washoe County.

Der Reno-Tahoe International Airport liegt außerhalb des Evakuierungsgebiets, der Linienflugverkehr verlief am Sonntag normal.

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