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Studie - Diese Substanzen könnten Blutdruck bei Schwangeren erhöhen

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Studie - Diese Substanzen könnten Blutdruck bei Schwangeren erhöhen

Schwangere, die bestimmten Weichmachern aus Körperpflege- und Kosmetikprodukten stärker ausgesetzt waren, hatten in einer aktuellen Untersuchung häufiger höhere Blutdruckwerte. Die Untersuchung zeigt lediglich mögliche Zusammenhänge.

Darauf deuten Daten von 338 Frauen aus zwei US-Studien hin, die während ihrer Schwangerschaft mehrfach untersucht wurden. Im Fokus standen Phthalate, also Chemikalien, die das Hormonsystem stören können.

Die Forscher analysierten Urinproben sowie Blutdruckwerte, die im Schnitt in der 12., 19. und 26. Schwangerschaftswoche erhoben wurden. Besonders auffällig war ein Zusammenhang mit MEP, einem Stoffwechselprodukt des Diethylphthalats (DEP), das unter anderem in Körperpflege- und Kosmetikprodukten verwendet wird.

Am deutlichsten zeigte sich das Muster in der 26. Schwangerschaftswoche. Frauen mit den höchsten MEP-Konzentrationen im Urin hatten einen um rund 4,6 mmHg höheren systolischen Blutdruck als Frauen mit den niedrigsten Konzentrationen. Bei einer weiteren Stoffgruppe aus Körperpflegeprodukten (ΣPCP) lag der Unterschied bei rund 5,8 mmHg.

Auch beim diastolischen Blutdruck fanden die Wissenschaftler höhere Werte. Bei MEP betrug der Unterschied zwischen hoher und niedriger Belastung rund 4,5 mmHg. Betrachteten die Autoren die gesamte Mischung der untersuchten Chemikalien, zeigte sich vor allem in der späteren Schwangerschaft ein Zusammenhang mit höheren diastolischen Blutdruckwerten.

Zusätzlich geriet ein moderner Ersatzweichmacher in den Blick: Moderate Mengen von DINCH waren mit einem dreifach erhöhten Risiko für gefährlichen Bluthochdruck in der Schwangerschaft (Präeklampsie) verbunden. Insgesamt traten Schwangerschaftserkrankungen mit Bluthochdruck bei 43 der 338 Frauen auf, entsprechend rund 12,7 Prozent.

Die Autoren betonen jedoch, dass ihre Ergebnisse keine Ursache-Wirkungs-Beziehung belegen.

Die Stichprobe war mit 338 Teilnehmerinnen relativ klein, zudem fehlte es an Diversität. Pro Untersuchungszeitpunkt wurde nur eine Urinprobe analysiert, obwohl Phthalate vergleichsweise schnell ausgeschieden werden. Außerdem waren mehrere Ergebnisse nach genauer statistischer Prüfung nicht mehr aussagekräftig. Zudem sprechen die Forscher (noch) keine konkrete Warnung aus.

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