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Zuckersteuer: Ministerin: Zuckersteuer-Debatte läuft in falsche Richtung

Stern ·
Zuckersteuer: Ministerin: Zuckersteuer-Debatte läuft in falsche Richtung

Zu viel Zucker macht dick und krank.

Hilft eine Zuckersteuer, den Verbrauch zu senken? Unter Umständen, meint MV-Gesundheitsministerin Stefanie Drese.

Die Debatte um die Einführung einer Zuckersteuer in Deutschland läuft nach Meinung von Mecklenburg-Vorpommerns Gesundheitsministerin Stefanie Drese (SPD) gerade in die falsche Richtung. „Es darf bei diesem wichtigen Thema nicht um das Stopfen von Finanzlöchern gehen“, sagte Drese. „Wir müssen stattdessen über Maßnahmen zur Verringerung des Zuckerkonsums und zur Bekämpfung ernährungsbedingter Erkrankungen reden.“ Drese setzt auf Prävention Eine Zuckersteuer könne durchaus Wirkung entfalten, wenn die Einnahmen direkt in die Prävention fließen würden.

Dazu gehören für Drese zusätzliche Angebote zu Ernährungsbildung und Gesundheitsförderung.

Die Ministerin verwies auf ein Präventionsprogramm des Landes MV mit einem Volumen von rund vier Millionen Euro, das einen Schwerpunkt auf die Förderung der Gesundheitskompetenz lege. „Wenn wir hierfür, etwa zur Ausweitung unserer Förderung von Lehr- und Outdoorküchen, zusätzliche Mittel bekommen, nehme ich die sehr gerne, um früh den Zugang zu gesundem Essen zu eröffnen und praktische Alltagskompetenzen zu vermitteln.“ Adipositas und Diabetes Ein hoher Konsum von zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken ist nach Worten der Ministerin einer der Haupttreiber für Erkrankungen wie Adipositas, Typ-2-Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Die Zahlen für Mecklenburg-Vorpommern seien alarmierend und zeigten, dass gehandelt werden müsse, vor allem zum Schutz von Kindern und Jugendlichen.

Zuletzt hatten Berichte für Irritationen gesorgt, wonach Finanzminister Lars Klingbeil ( SPD ) eine Zuckersteuer auch auf Getränke erheben wolle, die keinen Zucker, sondern Süßungsmittel enthalten.

Klingbeil dementierte dies einen Tag nach Bekanntwerden eines entsprechenden Papiers aus seinem Ministerium. „Das mache ich nicht.

Das wird nicht kommen“, erklärte der SPD-Chef auf Instagram.

Eine „Zuckersteuer auf zuckerfreie Getränke“ ergebe keinen Sinn.

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