WHO: Nach Berichten über Lungenpest-Todesfall in Russland weiter keine gesicherte Diagnose
Nach Berichten über den mutmaßlichen Lungenpest-Tod einer Laborbeschäftigten in Sibirien wartet die Weltgesundheitsorganisation (WHO) immer noch auf genauere Auskünfte der russischen Behörden.
Ihr liege noch keine „bestätigte Diagnose“ zu dem Todesfall der Labor-Mitarbeiterin vor, erklärte die WHO am Samstag in Genf.
Damit bestehe in der Angelegenheit weiterhin eine „größere Unsicherheit“.
Russland hatte angegeben, die Laborbeschäftigte, die mit Pest-Erregern gearbeitet hatte, sei an einer „Lugenentzündung“ gestorben.
Die WHO hatte daraufhin weitergehende Informationen dazu gefordert.
Die russischen Behörden teilten daraufhin laut WHO mit, dass „keinerlei Pest-Fall im Verwaltungsgebiet Irkutsk“ registriert worden sei und dass Schutz- und Bekämpfungsmaßnahmen ergriffen worden seien. Überdies seien Proben von Kontaktpersonen der Verstorbenen im Labor analysiert worden, zitierte die WHO die russischen Angaben.
Dabei seien keinerlei Hochrisiko-Erreger wie etwa das Pest-Bakterium nachgewiesen worden.
Entgegen entsprechender Medienberichte habe es auch „keinerlei Bio-Sicherheitsvorfall“ und keinen anderen schweren Fall einer Lungenentzündung gegeben.
Alle Kontaktpersonen seien beobachtet worden und während der ganzen Zeit symptomlos gewesen.
Auf Grundlage dieser russischen Angaben gebe es keinen Hinweis auf Ansteckungen nach dem genannten Fall, erklärte die WHO.
Es bleibe aber „eine größere Unsicherheit hinsichtlich des Fehlenes einer bestätigten Diagnose bei der verstorbenen Laborbeschäftigten“.
Die WHO beobachte daher die Lage weiter und prüfe eventuelle Auswirkungen auf die öffentliche Gesundheit.
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