Geflohener Betrüger: Fall Hendrik Holt - ist Offener Vollzug der richtige Weg?
Der Windkraftbetrüger kam im August nach einem Ausgang im offenen Vollzug nicht zurück.
Ist die Vollzugsart zu riskant? Seit bald einem Monat ist der Windkraftbetrüger Hendrik Holt auf der Flucht.
Seit fast zwei Jahren war er zuvor im offenen Vollzug in Berlin untergebracht.
Tagsüber durfte er das Gefängnis also regelmäßig verlassen, musste aber abends wieder zurückkommen.
Doch am 25.
August tat er das einfach nicht.
Seitdem ist nicht öffentlich bekannt, wo er sich aufhält.
Der aus dem emsländischen Haselünne stammende Holt wurde 2022 vom Landgericht Osnabrück zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von fast neun Jahren verurteilt.
Er hatte unter anderem Windparks, die es gar nicht gab, an ausländische Stromkonzerne verkauft.
Zudem hatte er ausländische Diplomaten bestochen, um sich mit einem Diplomatenpass gegen deutsche Strafverfolger immun zu machen.
War das Risiko des offenen Vollzugs zu groß? Was für und was gegen die Haftart spricht.
Was sich Fachleute vom offenen Vollzug versprechen Der offene Vollzug sei deshalb schon eine „vernünftige Sache“, sagt René Müller , Vorsitzender des Bunds der Strafvollzugsbediensteten.
Er sei die letzte Phase eines sogenannten Vollzugsplans für Häftlinge.
Dessen Ziel sei es, Inhaftierte zu resozialisieren und ihnen den Weg zurück in die Gesellschaft zu ermöglichen.
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