Bundespräsidentenamt: Brosius-Gersdorf: Frau als Bundespräsidentin starkes Zeichen
Soll eine Frau Bundespräsidentin werden? Das wäre eine Premiere mit Signalwirkung, wie Frauke Brosius-Gersdorf meint, die Verfassungsrichterin werden wollte.
Eine Frau als Bundespräsidentin wäre nach Ansicht der Rechtswissenschaftlerin Frauke Brosius-Gersdorf ein starkes Signal. „Ich fände es ein starkes Zeichen, eine Frau zu nehmen“, sagte die Juristin der Deutschen Presse-Agentur.
Die Wahl von Brosius-Gersdorf zur Richterin am Bundesverfassungsgericht war im Sommer 2025 gescheitert und führte zu einer Krise in der schwarz-roten Koalition.
Union und SPD diskutieren darüber, ob 2027 zwingend eine Frau die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier antreten sollte. „Das Wichtigste fürs Bundespräsidentenamt ist, dass wir eine intelligente Person bekommen, eine integre und eine, die Brücken baut, weil unsere Gesellschaft nach meinem Eindruck immer mehr auseinanderdriftet.
Wir brauchen unbedingt jemanden, der verbindet zwischen Ost und West, zwischen den Generationen, zwischen Reich und Arm“, sagte die Potsdamer Jura-Professorin. „Ich bin davon überzeugt, dass das auch sehr gut eine Frau kann.“ Es wäre ein starkes Signal an alle Frauen in diesem Land, dass man nach wie vor alles erreichen könne. „Man kann Richterin am Bundesverfassungsgericht werden.
Man kann Bundeskanzlerin werden und sogar Bundespräsidentin“, sagte Brosius-Gersdorf.
Brosius-Gersdorf war Verfassungsrichter-Kandidatin Die Juristin war von der SPD für das Amt der Richterin am Bundesverfassungsgericht vorgeschlagen worden.
Doch wegen des Streits in der schwarz-roten Koalition wurde die Wahl abgesagt.
Schließlich verzichtete Brosius-Gersdorf auf ihre Kandidatur.
Zur gescheiterten Richterwahl schrieb die 55-Jährige ein Buch.
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