Neuer Horror 27 Jahre nach Geniestreich - „Blair Witch Project“-Macher jagen Influencerin
Kopenhagen (Dänemark) – 27 Jahre nach ihrem Geniestreich „The Blair Witch Project“ kehren die Köpfe hinter dem legendären Dokumentar-Horror zu ihren Wurzeln zurück. 1999 lehrten sie Millionen Kinofans mit verwackelten Bildern aus einem düsteren Wald das Fürchten. Jetzt verlagern Gregg Hale (60) und Eduardo Sánchez (57) den Schocker ins Smartphone-Zeitalter. Ihr neuer Film heißt „The Influencer Project“. Darin entwickelt sich ein Livestream schnell zum Horrorszenario.
Wer Ende der Neunziger im Kino saß, erinnert sich noch an das beklemmende Gefühl. Drei Studenten verschwinden im Wald. Eine Videokamera zeichnet ihre letzten Stunden auf. Aus einer simplen Idee wurde ein Horror-Phänomen, das das Genre für immer veränderte.
Jetzt setzen Hale und Sánchez erneut auf den dokumentarischen Stil, der einst ihr Markenzeichen wurde. Statt einsamer Wälder steht diesmal allerdings eine Welt im Mittelpunkt, in der jeder alles sieht: Social Media. Im Zentrum der Geschichte: Influencerin Chiara King (27), die sich selbst spielt.
In Kopenhagen gewährt sie ihren Millionen Followern Einblicke in ihr Leben. Doch zwischen Likes, Kommentaren und Livestreams lauert ein Stalker. Er beobachtet sie, verfolgt jede Bewegung und dringt immer tiefer in ihre Privatsphäre ein. Was als Dokumentation beginnt, entwickelt sich zu einem Albtraum.
Während „Blair Witch Project“ von Isolation, Dunkelheit und dem Unbekannten lebte, erzählt „The Influencer Project“ vom genauen Gegenteil: permanenter Sichtbarkeit. Niemand ist allein. Jeder schaut zu. Und genau das wird zur Gefahr.
Gedreht wurde der Film ausschließlich durch die Kameras eines Dokumentarteams, Handys und Livestreams. Damit knüpft er an die Found-Footage-Ästhetik an, die „Blair Witch Project“ berühmt machte. Diesmal jedoch kommt das Grauen nicht aus dem Wald, sondern direkt aus dem Feed.
Unter dem YouTube -Trailer, der fast 6 Millionen Mal aufgerufen wurde, beschreiben die Macher diese neue Art des Horrors so: „Der Dokumentarfilm entwickelt sich zu etwas Erschreckendem und lässt die Grenzen zwischen Online-Inhalt und Beweis, Fan und Täter verschwimmen.“
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