"Last hat Spuren hinterlassen": Bischof Wiesemann gibt Amt im Bistum Speyer auf
Die Aufgaben sind groß, die Kraft aber ist endlich: Unerwartet bittet der Bischof von Speyer um die Entpflichtung. Der Vatikan entspricht dem Gesuch. Bereits in der Vergangenheit hatten die Anstrengungen den Bistumsvorsteher zu einer langen Auszeit gezwungen.
Der Bischof von Speyer, Karl-Heinz Wiesemann, hat sein Amt aus gesundheitlichen Gründen niedergelegt. Papst Leo XIV. nahm das Rücktrittsgesuch des 66-Jährigen an, wie das Bistum in der rheinland-pfälzischen Stadt mitteilte. Darin hatte Wiesemann um seine Entpflichtung gebeten. Er sei mit großer innerer Freude Bischof gewesen, erklärte Wiesemann. "Dennoch hat die Last der umfänglichen Verantwortung in mir körperlich wie vor allem seelisch schwerwiegende Spuren hinterlassen", sagte er. Ihm sei bewusst geworden, dass er nicht mehr die Kraft habe, "die ganze Wegstrecke bis zur vollständigen Umsetzung der anstehenden Strukturreformen zu gehen".
Zudem werde ab dem kommenden Jahr die 1000-Jahr-Feier der Grundsteinlegung des Doms in Speyer vorbereitet, die 2030 gefeiert werden soll. Der Speyerer Dom habe es verdient, "dass ein Bischof mit entsprechender Kraft und Leidenschaft in dieser Zeit dauerhaft präsent ist", erklärte Wiesemann. Er bat um Verständnis für den Rücktritt und kündigte zugleich an, weiter als Seelsorger tätig zu sein. "Ich bin mit ganzem Herzen und großer innerer Freude mit Ihnen Christ und für Sie Bischof gewesen. Dennoch hat die Last der umfänglichen Verantwortung in mir körperlich wie vor allem seelisch schwerwiegende Spuren hinterlassen", betonte er.
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