Lebensgefährte in U-Haft - Vermisste Deutsche (29) tot in Schweden gefunden
Heilbronn (Baden-Württemberg) – In größter Sorge hatte die Mutter ihre Tochter (29) Ende Juli bei der Polizei vermisst gemeldet. Eine Suchaktion, die von Baden-Württemberg bis nach Schweden führte, begann. Jetzt, etwa drei Wochen später, gab die Polizei die traurige Nachricht bekannt: Die junge Frau aus Heilbronn wurde tot aufgefunden. Die Ermittler gehen von einem Gewaltverbrechen aus. Dringend tatverdächtig ist der Lebensgefährte (33) der Getöteten.
Angehörige wussten von einem letzten Lebenszeichen der Heilbronnerin am 23. Juli. Da hatte sie, so berichteten die Verwandten, abends ihre Wohnung für einen Spaziergang verlassen. Drei Tage später meldeten sie sich bei der Polizei . Die Beamten schlossen eine „hilflose Lage“ zunächst nicht aus. Ihre Ermittlungen führten aber schnell nach Schweden – hier hatte die junge Frau mit ihrem Lebensgefährten Urlaub gemacht. Das Opfer und sein mutmaßlicher Killer sollen sich in der Region Kalmar aufgehalten haben. Sofort seien die schwedischen Behörden kontaktiert worden, so die Polizei.
Am 7. August sei dann eine Frauenleiche in der Region im Südosten Schwedens gefunden worden. „Es ergaben sich Anhaltspunkte dafür, dass die Frau gewaltsam getötet wurde, weshalb die schwedische Staatsanwaltschaft ein Ermittlungsverfahren wegen eines Tötungsdelikts eröffnete“, heißt es in einer Mitteilung von Polizei und Staatsanwaltschaft. Wo genau die Leiche entdeckt wurde, ließen die Ermittler bislang offen. Auch wie sie getötet wurde, ist unklar. Aber: Die Tote sei zweifelsfrei als die 29-jährige Vermisste identifiziert worden.
„Durch intensive Ermittlungen (...) ergaben sich Hinweise auf eine Beteiligung des Lebensgefährten der Toten“, so die Ermittler. Der 33-Jährige stehe unter dringendem Tatverdacht, die schwedischen Behörden erließen am 14. August einen europäischen Haftbefehl gegen ihn. Der mutmaßliche Mörder konnte noch am selben Tag nahe seinem Wohnort im Landkreis Karlsruhe ( Baden-Württemberg ) festgenommen werden. Er sitzt in Untersuchungshaft. Zu seinem Motiv ist bislang nichts bekannt.
Nach Angaben der Staatsanwaltschaft Karlsruhe ist der Verhaftete Deutscher. Dennoch soll der Mann für die weiteren Ermittlungen nach Schweden ausgeliefert werden. Sprecher Manuel Graulich (39): „Sollte ein schwedisches Gericht den Beschuldigten verurteilen, würde seine Haftstrafe aber in Deutschland vollstreckt.“ Die Ermittlungen, sowohl der schwedischen Kriminalpolizei als auch der deutschen Behörden, dauern an.
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