Staatsbedienstete: Wie viel Steuern und Sozialabgaben müssen Beamte zahlen?
Beamte zahlen kaum Sozialabgaben, dafür verdienen Staatsbedienstete oft weniger – bis sie in Pension gehen.
Diese Steuern und Abgaben werden Beamten abgezogen.
Ein Überblick.
Die Rechnung hatte alle Zutaten, um ordentlich Sozialneid zu schüren: Bei einem durchschnittlichen Rentner landen am Ende des Monats 1154 Euro auf dem Konto.
Bei einem durchschnittlichen Pensionär sind es 3416 Euro.
Das hat der Wissenschaftliche Dienst des Bundestags errechnet und gleichzeitig festgestellt , dass der Vergleich von Beamtenversorgung und Rentenversicherung „nur schwer möglich“ sei.
Das trifft zu: Die Altersbezüge von Staatsdienern und Angestellten sind der augenfälligste Unterschied im deutschen Zweiklassen-Entlohnungssystem.
Denn auch wenn Beamte keine Sozialabgaben zahlen müssen, verdienen sie netto nicht zwingend mehr als durchschnittlich Beschäftigte.
Diese Steuern und Sozialabgaben müssen Beamte zahlen: Steuern Beamte sind „normale Steuerbürger“, heißt es beim Deutschen Beamtenbund .
Das bedeutet, dass für sie bei der Einkommensteuer die gleichen Regeln gelten wie für Bürger in der freien Wirtschaft.
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Behörden sind ebenfalls in verschiedene Einkommenssteuerklassen eingeteilt und zahlen entsprechend ihre Abgaben.
Einziger Unterschied: Weil Beamte keine Beiträge für die Rentenversicherung leisten, werden sie nach der „besonderen Lohnsteuertabelle“ besteuert.
In der Praxis kann es dazu führen, dass sie mehr Lohnsteuer abführen müssen als Angestellte mit vergleichbarem Einkommen.
Was ebenfalls anfällt, ist die Kirchensteuer.
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