Kurioses Referendum: Kleines Dorf will sich vom Vereinigten Königreich abspalten
In Piddington leben rund 350 Menschen.
Nun sollen dort mehr als 1000 Migranten untergebracht werden.
Die Einwohner sind empört und halten ein aufsehenerregendes Referendum ab.
Ein englisches Dorf hat symbolisch für die Abspaltung vom Vereinigten Königreich gestimmt.
Unterstützt wurde das Referendum in dem 350 Seelen großen Ort Piddington von der rechtsextremen Partei Restore Britain, berichteten mehrere Medien übereinstimmend.
Der Gemeinderatsvorsitzende Tim McNally sagte, das Dorf werde nach der erfolgten symbolischen Abstimmung „Fürstentum Piddington“ heißen.
Hintergrund der Aktion sind Asylpläne der britischen Regierung: Sie will mehr als 1200 alleinstehende männliche Migranten auf einem nahegelegenen früheren Militärgelände unterbringen.
Bei der symbolischen Wahl stimmten deshalb 285 der 312 Wähler für den Austritt Piddingtons aus dem Vereinigten Königreich.
Auf dem vorgelegten Zettel hatte gestanden: „Ich unterstütze, dass Piddington versucht, sich vom Vereinigten Königreich zu lösen und sein Recht auf Selbstbestimmung wahrzunehmen.“ Proteste in Piddington Der Gemeinderatsvorsitzende McNally warf der Regierung von Premierminister Andy Burnham vor, die Pläne für die Asylbewerberunterkunft „im Eiltempo“ durchbringen zu wollen.
Dem Sender Sky News sagte er: „Für uns geht es um die Verhältnismäßigkeit.“ Es stelle sich die Frage, wie das Dorf die vergleichsweise große Zahl an Asylbewerbern integrieren solle.
1250 Migranten wären etwa das Dreieinhalbfache der Zahl der Einwohner von Piddington.
Schon im Sommer habe es Proteste gegeben, auf einen offenen Brief von 133 Einwohnerinnen habe die Regierung nicht reagiert, sagte McNally.
Der Vorsitzende des Rats der Grafschaft Oxfordshire, Tim Bearder, warnte in der BBC vor Rechtsextremen, die in dem Dorf Proteste abhalten könnten und womöglich Asylbewerber angreifen würden.
Beim Referendum am Dienstag war Rupert Lowe, der Vorsitzende von Restore Britain , im Dorf zu sehen.
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