Viele erleben Stigmatisierung : Ebola-Ausbruch trifft Kinder im Kongo besonders hart
Seit rund 100 Tagen breitet sich Ebola in der Demokratischen Republik Kongo aus und fordert Tausende Todesopfer. Besonders Kinder leiden unter dem Ausbruch: Ihnen droht nicht nur die Krankheit selbst, viele verlieren auch ihre Eltern und kämpfen mit Stigmatisierung.
Kinder leben gefährlich im Osten der Demokratischen Republik Kongo. Unsicherheit und Gewalt, Flucht und Vertreibung, Zwangsrekrutierung durch bewaffnete Gruppen prägen ihren Alltag schon lange - nun leiden sie auch in besonderem Maß unter dem Ebola-Ausbruch in dem zweitgrößten afrikanischen Land.
Die afrikanische Gesundheitsbehörde Africa CDC verwies darauf, dass der Anteil der Kinder beim tödlichen Verlauf der Krankheit besonders hoch ist - bei zwei Dritteln der infizierten Kinder unter einem Jahr führt Ebola zum Tod, bei den Ein- bis Vierjährigen beträgt die Letalität 58,5 Prozent. Insgesamt liegt sie in der Bevölkerung bei 47,5 Prozent. Der Anteil der Kinder von 0 bis 17 Jahren unter den bestätigten Infektionen beträgt laut Unicef etwa ein Fünftel.
Nach Angaben der Kinderschutzorganisation Save the Children sind seit der Bekanntgabe des Ebola-Ausbruchs vor gut 100 Tagen mindestens 180 Kinder zu Vollwaisen geworden. Zu Trauer und Trauma kommt in vielen Fällen auch Stigmatisierung.
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