Wandern: Vandalismus wird zum Problem auf Thüringer Wanderwegen
Schmierereien, Beschädigungen und Diebstähle gehören entlang der Thüringer Wanderwege zum Alltag.
Wie die Situation ist und welche Wege häufiger betroffen sind als andere.
Vandalismus an Wanderwegen und der dazu gehörenden Infrastruktur ist ein Ärgernis für viele Menschen in Thüringen. „Insgesamt handelt es sich nach unserer Einschätzung um ein eher punktuelles, aber wiederkehrendes Problem“, erklärte Susann Eberlein für den Regionalverbund Thüringer Wald. „Vereinzelt treten aber auch Fälle von erheblicher Zerstörungswut auf.“ So sei etwa am Borstenplatz auf dem Rennsteig, wo ein Gedenkstein an den Komponisten Herbert Roth erinnert, ein Panoramafenster eingeschlagen worden.
Besonders teuer würden Schäden, wenn neben Materialkosten auch Arbeitszeit anfalle, so Eberlein.
So habe sich etwa in Bad Liebenstein die Beseitigung von im Spätsommer 2025 entstandenen Schäden an der Wanderwegbeschilderung, Bänken und weiteren Einrichtungen auf einen vierstelligen Betrag summiert.
Deutlich häufiger seien Schmierereien und Aufkleber.
Es kämen aber auch Beschädigungen an Wanderweg-Schildern, Bänken, Tischen und Wanderhütten vor.
Vereinzelt würden Wander- oder Hinweisschilder auch gestohlen.
Wegweiser, Tische und Bänke beschädigt Die Probleme bestehen nicht nur im Thüringer Wald , sondern auch in der Rhön.
In der Vergangenheit seien unter anderem Wegweiser mutwillig verbogen worden, sodass sie in eine andere Richtung zeigten, berichtete Alexander Martin von der Rhön GmbH.
Auch Wegmarkierungen würden verbogen oder gestohlen, Infotafeln, Schutzhütten, Ruhebänke immer wieder mit Textmarkern bekritzelt.
Besonders betroffen seien gut frequentierte Orte wie der Schlosspark in Meiningen oder das „Hochrhöner Portal“ in Bad Salzungen. „Je weiter die Infrastruktur von den Städten weg ist, desto weniger mutwillige Beschädigungen liegen vor.“ Möglicherweise ist das ein Grund, warum etwa aus dem Nationalpark Hainich nur wenige Vandalismus-Probleme gemeldet werden. „Grundsätzlich ist Vandalismus bei uns kein ernsthaftes Problem und tritt nur sporadisch auf“, erklärte Jens Wilhelm, Revierleiter bei der Nationalparkverwaltung Hainich.
Vereinzelt sei es vorgekommen, dass die hölzernen Wanderweg-Schilder entwendet wurden.
Größere Fälle habe es jedoch bislang nicht gegeben.
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