Berlin: Stefan Evers (CDU) fordert Videoüberwachung zum Schutz Homosexueller
Im Juli wurde Berlin durch einen Anschlag auf den Christopher Street Day (CSD) erschüttert, nun setzt sich der CDU-Spitzenkandidat für die Berliner Abgeordnetenhauswahl für mehr Sicherheit von Homosexuellen ein. Stefan Evers schwebt dabei der Ausbau von Videoüberwachung vor, wie er in einem Interview mit der » Rheinischen Post « sagte.
In der brasilianischen Megametrolpole São Paulo etwa sei die Zahl der Übergriffe nach der flächendeckenden Einführung um bis zu 80 Prozent gesunken. »Dort fühlen sich Schwule sicherer als in Berlin«, sagte Evers der Zeitung. »Das ist Ansporn für mich, dahinter darf doch eine deutsche Hauptstadt nicht zurückstehen.« Evers ist selbst schwul und mit einem Mann verheiratet, sein Privatleben hält er aber weitgehend aus der Öffentlichkeit raus.
Bei einem Besuch im Nollendorfkiez sei der Wunsch nach mehr Videoüberwachung deutlich geworden, sagte Christdemokrat Evers der Zeitung. Das Viertel rund um den Nollendorfplatz gilt als eines der historischen Zentren der schwulen Szene in Berlin. Bei dem Terroranschlag am Rande des CSD kam eine Frau ums Leben, mehr als 30 Menschen wurden teils schwer verletzt . Beim Täter handelte es sich um Abdul B., einen deutschen Islamisten mit libanesischen Wurzeln. Er wurde nach der Tat durch Polizeischüsse getötet.
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Bei der Videoüberwachung geht es Evers allerdings nicht nur um den Schutz von Homoesexuellen. Auch zur Bekämpfung der allgemeinen Kriminalität forderte er mehr Überwachung. Zwar sei die Zahl der Straftaten in Berlin »so niedrig wie seit zehn Jahren nicht mehr«, wie er einräumte. Zugleich gebe es wachsende Herausforderungen bei Gewaltkriminalität und sexuellen Übergriffen. »Ich wünsche mir eine Ausweitung der KI-gestützten Videoüberwachung in der Stadt«, sagte er. Berlin erprobe diese bereits. »In vielen Städten weltweit sehen wir, welchen Unterschied sie machen kann.«
5 Min Zur Merkliste hinzufügen Berliner CDU-Spitzenkandidat Evers: »Ich habe aggressive Beschimpfungen erlebt, wurde sogar angespuckt« Ein Interview von Maria Fiedler und Christian Teevs 7 Min Zur Merkliste hinzufügen 7 Min Zur Merkliste hinzufügen Von Repression bis Prävention: Das fordern Politiker nach dem Anschlag auf den Berliner CSD Von Jakob Marlon Müller 4 Min Zur Merkliste hinzufügen 4 Min Zur Merkliste hinzufügen Die Wahl zum Berliner Abgeordnetenhaus findet am Sonntag, 20. September statt. Der bisherige Regierende Bürgermeister Kai Wegner verzichtete nach Kritik an seiner Amtsführung im Zuge eines linksextremen Anschlags auf das Berliner Stromnetz auf eine erneute Spitenkadidatur. In Umfragen rangierte Evers CDU zuletzt hinter der Linken, in dem Interview warnte er vor einer Regierung mit Beteiligung dieser Partei. »Die Linke hat sich in Berlin in den vergangenen Jahren grundlegend verändert«, sagte Evers. Er kritisierte, dass die Partei inzwischen stark durch Antisemitismus oder Polizistenhass geprägt sei.
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