„Überholt und rassistisch“: Boykottaufrufe gegen neuen „Ali G"-Film
Sacha Baron Cohen holt Ali G zurück ins Kino.
In Großbritannien fordert eine Kampagne nun den Boykott des Films.
Sacha Baron Cohens (54) Kunstfigur Ali G kehrt am 22.
Oktober auf die Kinoleinwand zurück.
In Großbritannien formiert sich allerdings Widerstand gegen den Film, wie „Variety“ berichtet .
Seit dem Trailer-Release zur Amazon-MGM-Mockumentary „Ali G: Who Iz I?“ Anfang der Woche wächst die Kritik.
Zahlreiche Nutzer werfen der Figur in sozialen Netzwerken vor, eine „überholte“ und „rassistische“ Karikatur zu sein.
Im Trailer trägt Ali G künstliche Dreadlocks und eine Rastafari-Mütze und erklärt, er wolle ein „abwesender“ Vater sein.
Plattform ruft Kinos zum Boykott auf Die Medienbeobachtungsplattform NewsCord hat sogar eine Kampagne gestartet, die Kinobetreiber weltweit dazu bringen soll, den Film nicht ins Programm zu nehmen.
Wer sich registriert, lässt über die Plattform automatisch E-Mails an große Kinoketten verschicken.
Nach eigenen Angaben war NewsCord demnach allein am Freitag mit dem Versand von mehr als 36.000 Nachrichten beauftragt.
Die Initiatoren werfen Baron Cohen vor, Satire als „Deckmantel“ zu nutzen, um rassistische Stereotype zu verfestigen.
Sie berufen sich auf einen Zeitungsbericht aus dem Jahr 2000, in dem schwarze britische Komiker die Figur als „Alibi für Rassismus“ bezeichneten.
Vom Late-Night-Gag zur Weltkarriere Baron Cohen erfand Ali G 1998 für die Channel-4-Sendung „11 O'Clock Show“: ein schlichter weißer Mann, der britischen Hip-Hop und jamaikanische Kultur imitiert.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.