Ernährungswirtschaft: Branche: Unsicherheit bei Labels für regionale Lebensmittel
Verbraucher achten beim Einkauf mitunter auf regionale Lebensmittel.
Doch beim Blick auf entsprechende Labels herrscht in der Branche im Nordosten teils Verunsicherung.
Das sind die Gründe.
Darf man künftig noch mit einem Label dafür werben, dass das eigene Produkt aus der Region kommt? Vor dieser Frage stehen Hersteller aktuell, denn neue EU-Regeln sorgen nach Aussage von Branchenvertretern für Verunsicherung in der Lebensmittelwirtschaft im Nordosten.
Regionale Herkunft dürfe nicht zum Rechtsrisiko werden, fordern die Marketinggesellschaft der Agrar- und Ernährungswirtschaft Mecklenburg-Vorpommern (AMV) und der Agrarmarketingverband Pro Agro in Brandenburg in einer gemeinsamen Mitteilung.
Herkunftsangaben sind nicht gleich Umweltvorteile Sie verweisen dabei auf die sogenannte EmpCo-Richtlinie (Empowering Consumers for the Green Transition).
Sie solle etwa sogenanntes „Greenwashing“ unterbinden.
Aussagen etwa zur Nachhaltigkeit seien nur mit entsprechenden Nachweisen erlaubt.
Nach Aussage des AMV-Vorsitzenden Tobias Blömer lassen die neuen Regeln aber auch Fragen zur Rechtssicherheit regionaler Siegel aufkommen, die bislang ohne aufwendige Zertifizierung auskämen.
Er verweist für Mecklenburg-Vorpommern auf die Bezeichnung „Natürlich aus MV“.
In Brandenburg geht es laut Pro Agro etwa um die Marke „natürlich Brandenburg“.
Wahrheitsgemäße Herkunftsangaben würden zwar nicht pauschal verboten.
Unsicherheit könne jedoch bestehen, wenn die Angaben als Aussagen über Umweltvorteile verstanden werden.
Branchenvertreter: Unternehmen entfernen bereits Siegel Wegen Zweifeln an der Rechtssicherheit entfernen Unternehmen nach Aussage Blömers bereits Regionallabels. „Wenn Unternehmen aus Sorge vor Abmahnungen auf regionale Hinweise verzichten, verlieren kleinere Hersteller Sichtbarkeit und Handelspartner eine wichtige Orientierung“, warnten AMV und Pro Agro. „Natürlich aus MV“ sei bislang durch die Landesregierung über den AMV an Unternehmen vergeben worden, erklärte Blömer.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.