Katastrophe in Nepal und Tibet: „Ist da jemand?“ - Verzweifelte Suche im Himalaya
Rund 2.500 Menschen werden nach der Katastrophe im Himalaya noch vermisst, darunter mehrere Deutsche.
Retter suchen unter schwierigsten Bedingungen im Schlamm.
Und es gibt neue Gefahren.
Die Zahl der Toten nach der verheerenden Flutkatastrophe im Himalaya ist auf mehr als 630 gestiegen.
Zugleich werden nach Angaben der Behörden in Nepal und China rund 2.500 Menschen vermisst – darunter Hunderte Ausländer.
Das Auswärtige Amt sprach auf Nachfrage zuletzt von einer „hohen einstelligen Zahl“ deutscher Staatsangehöriger, zu denen es keinen Kontakt gebe.
Die deutschen Auslandsvertretungen in Nepal und China stünden mit Angehörigen und örtlichen Behörden in engem Kontakt.
In Nepal hatte die Armee bereits am Freitag eine vierköpfige Familie aus Deutschland gerettet.
Ein Hubschrauber hatte sie in das Armeecamp Battar Bazar gebracht, weil von ihrem Aufenthaltsort über den Landweg kein Weiterkommen mehr möglich war.
Starker Regen erschwert Rettungsarbeiten Derweil kämpfen die Rettungskräfte weiter gegen gewaltige Schlamm- und Geröllmassen, bei teils heftigem Regen, wie ein dpa-Reporter vor Ort berichtete.
Asien steckt derzeit noch in der normalerweise bis September dauernden Monsun-Regenzeit. „Der schwierigste Teil ist der abgelagerte Schlamm als Folge der Flutwelle“, sagte Armeesprecher Raja Ram Basnet im nepalesischen Battar Bazar an der Grenze zu Tibet.
Dadurch sei es sehr schwierig, Hubschrauber in den betroffenen Gebieten wie Temure, Syabrubesi und Mailung zu landen oder zu starten. „Ist da jemand?“ Besonders eindringliche Bilder kamen aus dem chinesischen Teil des Katastrophengebiets.
Am zerstörten Grenzübergang Gyirong bahnten sich chinesische Rettungskräfte mühsam einen Weg durch meterhohen Schlamm und Trümmer.
Immer wieder blieben sie stehen, beugten sich über Erdmassen und riefen gemeinsam: „Ist da jemand?“ Die von chinesischen Medien verbreiteten Aufnahmen zeigen, wie die Einsatzkräfte vorsichtig durch die verwüstete Landschaft gehen, mit Schaufeln in Geröllhaufen suchen und auf mögliche Lebenszeichen lauschen.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.