Millionenbetrug mit ambulanter Pflege: Razzia in Nordrhein-Westfalen und Hessen
Mit einer Razzia sind Ermittler in Nordrhein-Westfalen und Hessen gegen Abrechnungsbetrug in Millionenhöhe in der ambulanten Intensivpflege vorgegangen.
Im Fokus der Ermittlungen stehen 13 Beschuldigte zwischen 20 und 54 Jahren, wie die Staatsanwaltschaft Wuppertal und die Düsseldorfer Polizei am Freitag mitteilten.
Sie sollen nicht erbrachte Pflegeleistungen gegenüber Krankenkassen abgerechnet haben.
Der Schaden belaufe sich auf rund elf Millionen Euro.
Die Ermittlungen laufen demnach bereits seit vergangenem Dezember aufgrund von anonymen Anzeigen.
Eine 39-Jährige wurde nach Polizeiangaben im Rahmen der Durchsuchungen am Donnerstag mit einem Haftbefehl festgenommen.
Auch gegen ihren 44-jährigen Ehemann habe sich der Tatverdacht inzwischen erhärtet.
Er sollte am Freitag einem Haftrichter vorgeführt werden.
Mehr als 200 Einsatzkräfte durchsuchten zeitgleich Objekte in mehreren Städten in Nordrhein-Westfalen , darunter Düsseldorf, Dortmund und Wuppertal, sowie im hessischen Kelsterbach.
In einer Düsseldorfer Wohnung stießen die Beamten demnach auf ein pflegebedürftiges Kind in einem sehr schlechten Gesundheitszustand.
Es wurde umgehend in ein Krankenhaus gebracht.
Die Ermittler sammelten umfangreiche Beweise, darunter befand sich auch ein mutmaßlich zur Fälschung von Verordnungen genutzter Arztstempel.
Es wurden Vermögenswerte in Höhe von 5,9 Millionen Euro gesichert - unter anderem mehrere Luxusautos, Gold und Schmuck.
Die Ermittlungen dauerten an.
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