Reit-Weltmeisterschaft: Pferdesport unter Beobachtung: Von Kritikern und „Stalkern“
Pferdesport spaltet: Während Fans feiern, lehnt eine Tierschutz-Organisation die Sportart generell ab.
Die Diskussion ist emotional.
40.000 begeisterte und feiernde Menschen im größten Reitstadion der Welt findet nicht jeder toll.
Neben Millionen von Fans hat der Reitsport auch Kritiker - und zudem noch „ Stalker “, wie Rekordreiterin Isabell Werth es ausdrückt.
Der Pferdesport steht unter Beobachtung, ganz besonders während der Weltmeisterschaften in Aachen.
Völlig konträr sind dabei die Ansichten des Reitsport-Verbandes Pferdesport Deutschland und des organisierten Tierschutzes.
Peta lehnt Pferdesport grundsätzlich ab Die Organisation Peta „lehnt Veranstaltungen wie die Reit-WM in Aachen und den sogenannten Pferdesport grundsätzlich ab“, heißt es auf Anfrage. „Das Wohl der Tiere darf nicht dem Unterhaltungswert oder sportlichen Erfolg untergeordnet werden.“ Dennis Peiler, der Vorstandvorsitzende von Pferdesport Deutschland , sagt hingegen: „Pferden geht es heutzutage besser denn je.“ Und der Verbandschef betont: „Wir bekennen uns zum Leitungssport mit Pferden.“ Die Sichtweisen sind also unvereinbar, denn Petas Ablehnung ist eindeutig.
Sensibilität beim Thema Pferdewohl angeblich gewachsen „Angesichts der erzwungenen Leistungen der Pferde ist es absurd, von Sport zu sprechen, denn ein echtes sportliches Event basiert auf Freiwilligkeit“, lautet Petas Position. „Beim Reitsport werden Pferde zu Leistungen gebracht, die nicht ihrem natürlichen Verhalten entsprechen.“ Hinter Peta steht nach eigenen Angaben ein eingetragener Verein mit nur acht ordentlichen Mitgliedern und rund 50.000 Fördermitgliedern.
Aus Sicht von Pferdesport Deutschland ist „in den letzten Jahren die Sensibilität beim Thema Pferdewohl gewachsen“, wie Peiler sagt.
Auch deshalb sei die „korrekte Ausbildung von Reitern und Pferden wichtig, weil das präventiv und gelebter Pferdeschutz“ sei.
Strafen bei Verstößen gegen das Tierwohl seien deutlich erhöht worden.
Themen rund ums Pferd seien „insbesondere in den sozialen Medien sehr emotional besetzt - positiv wie auch negativ“, sagt der Sport-Funktionär.
Da gehe es nicht um Tierschutz-Organisationen, sondern auch um „Stalker“, wie Rekordreiterin Isabell Werth moniert. „Viele Verrückte und viele Spinner“ Verbandspräsident Martin Richenhagen sagt noch deutlicher, es gebe „auch viele Verrückte und viele Spinner“.
Für fachliche Diskussionen mit Kritikern stehe er hingegen gerne zur Verfügung.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.stern.de — der Inhalt gehört Stern.