Waffenlager in Berlin entdeckt - Dobrindt spricht von „Beteiligung fremder Mächte“
Berlin – Nach dem Fund eines Waffendepots im Berliner Stadtwald ermittelt jetzt der Generalbundesanwalt. Das Verfahren gegen einen Verdächtigen, der gerade in Rumänien inhaftiert ist, beziehe sich auf den Verdacht der geheimdienstlichen Agententätigkeit und der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Straftat, sagte Bundesinnenminister Alexander Dobrindt (56, CSU) am Freitag in Berlin. Es sei davon auszugehen, dass der Verdächtige einen Anschlag geplant habe. Eine „Beteiligung fremder Mächte“ sei dabei nicht auszuschließen.
Zum Ziel des möglichen Anschlags lägen noch keine Erkenntnisse vor. Angaben zu dem Verdächtigen wollte der Minister unter Verweis auf die laufenden Ermittlungen nicht machen. Nach Berichten der „Süddeutschen Zeitung“, des NDR und des WDR, wonach das Waffenlager bereits im vergangenen Jahr entdeckt worden war, waren die Waffen mutmaßlich für Morde im Auftrag russischer Geheimdienste bestimmt.
„Verfassungsschutz und Polizei haben dieses Versteck ausfindig gemacht“, berichtete der Minister. „In diesem Versteck waren zwei Handfeuerwaffen und entsprechend Munition hinterlegt.“ Die Waffen und die Munition seien „ausgetauscht beziehungsweise funktionsunfähig gemacht worden, sodass eine mögliche Gefahr, die von diesem Versteck ausgeht, unmittelbar ausgeräumt worden ist“. Das Versteck sei anschließend überwacht worden, „um mögliche Abnehmer zu identifizieren“. Diese Überwachung habe aber kein Ergebnis gebracht: „Es gab keinen Abholer.“
Der Bundesinnenminister geht von einer hohen Gefährdungslage in ganz Deutschland aus. Der Fund des Waffenlagers sei kein Einzelfall. Spionage und Sabotage seien Teil der Realität in Deutschland. „Hybride Bedrohungsszenarien, sie treffen uns auf unterschiedlichste Art und Weise“, sagte Dobrindt. Der Fall zeige aber auch sehr deutlich, dass man wachsam sei. „Wir gehen erfolgreich gegen hybride Bedrohungen vor.“
Es ist nicht das erste Mal, dass Dobrindt von einer möglichen Bedrohung durch „fremde Mächte“ spricht. Nach dem Fund einer Bomben-Drohne am Leipziger Flughafen Anfang August sagte der Innenminister: „Wir haben es hier mit einem Wettbewerb zu tun, der möglicherweise auch fremde Mächte einschließt – das wird Teil der Ermittlungen sein –, die ganz offensichtlich zu erheblicher Verunsicherung in Deutschland beitragen wollen.“
Haben Sie eine Meinung zu diesem Artikel? Hier können Sie uns schreiben. Haben Sie Fehler entdeckt? Dann weisen Sie uns gern darauf hin.
5News hat diese Zusammenfassung aus dem öffentlichen Feed der Quelle übernommen. Der vollständige Artikel mit allen Details steht auf www.bild.de — der Inhalt gehört Bild.