Viertelfinale gegen Polen: Volleyballer bei EM mental stark: „Komplett angezündet“
Nach dem packenden Comeback gegen Bulgarien wartet im EM-Viertelfinale jetzt Titelverteidiger Polen.
Wie die deutsche Mannschaft ihren Kampfgeist weiter nutzen will.
Die deutschen Volleyballer hüpften nach ihrem Sieg im EM-Achtelfinale in einer Jubeltraube über das Feld und ließen die lautstarken 12.000 Fans von Vizeweltmeister Bulgarien schlagartig verstummen. „Keine Ahnung, wie wir das geschafft haben.
Es war unsere Energie - alle gemeinsam, wie eine Familie“, sagte Mittelblocker Anton Brehme nach dem Comeback beim 3:2 in Sofia .
Das Team geht jetzt mit mächtig Rückenwind in das Viertelfinale gegen Titelverteidiger Polen am Dienstag.
Dafür habe man den ganzen Sommer gearbeitet, rief Bundestrainer Massimo Botti seinen Spielern zu. „Könnt ihr es spüren?“ Dabei deutete knapp 90 Minuten vorher wenig auf einen deutschen Sieg hin.
Die Bulgaren um das Brüder-Duo Aleksandar und Simeon Nikolov holten sich die ersten beiden Sätze. „Wir haben gemerkt, dass die in den ersten zwei Sätzen ganz schön gepusht haben, vor allem im Aufschlag“, sagte Kapitän Jan Zimmermann . „Haben uns da komplett reingebissen“ Das Team sei aber ruhig geblieben, betonte Diagonalspieler Erik Röhrs. „Wir haben in den ersten beiden Sätzen auch keinen schlechten Volleyball gespielt“, sagte der 25-Jährige.
Die Mannschaft habe gewusst, „dass, wenn wir konstant weiterspielen, unsere Chance kommen wird.“ Trotz vier Siegen in fünf Vorrundenspielen waren die Deutschen als leichter Außenseiter in die Partie gegangen.
Auch, weil sie den nächsten schmerzhaften Ausfall verkraften mussten.
Weltklasse-Zuspieler Johannes Tille konnte wegen eines Mittelfußbruchs nicht spielen.
Doch Stück für Stück brachten die Deutschen das Momentum auf ihre Seite.
Die Annahme wurde sicherer.
Der eigene Aufschlag war druckvoller.
Immer wieder pushten sich die Spieler auf dem Feld gegenseitig. „Ich bin stolz darauf, dass wir dabeigeblieben sind und den Kopf behalten haben“, sagte Zimmermann.
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