PFAS in Jacken bringen jetzt die EU in Zugzwang
Funktionskleidung schützt zuverlässig vor Wind und Regen – doch immer stärker rückt auch ihre chemische Belastung in den Fokus der Forschung. Insbesondere sogenannte PFAS (per- und polyfluorierte Alkylsubstanzen), auch als „Ewigkeitschemikalien“ bekannt, wurden jahrzehntelang eingesetzt, um Textilien wasser-, schmutz- und fettabweisend zu machen.
Das Problem: Viele dieser Stoffe sind extrem langlebig, reichern sich in der Umwelt und teilweise auch im menschlichen Körper an und stehen im Verdacht, gesundheitliche Risiken zu fördern. Deshalb verschärft die Europäische Union ihre Regulierung kontinuierlich und verbietet schrittweise weitere PFAS-Verbindungen in Verbrauchertextilien.
Nina Ruge ist promovierte Biologin, die ihre langjährige journalistische Karriere im Fernsehen mit einer heutigen Expertise in der Zellbiologie des Alterns verbindet. Sie ist Teil unseres EXPERTS Circle .
Gleichzeitig weisen Umweltmediziner darauf hin, dass nicht nur PFAS, sondern auch andere Rückstände aus der Textilproduktion Hautreizungen oder Allergien begünstigen können.
Der im Clip genannte Rat von Prof. Claudia Traidl-Hoffmann, neue Funktionskleidung vor dem Tragen mehrfach zu waschen, sie nicht unnötig eng zu tragen und insgesamt langlebiger zu nutzen, entspricht dem aktuellen Vorsorgeprinzip.
Gerade heute ist das Thema hochaktuell, weil Gesundheit, Nachhaltigkeit und Kreislaufwirtschaft zunehmend zusammengedacht werden – und Verbraucher immer stärker auf schadstoffarme, PFAS-freie Alternativen achten.
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