Hanns Zischler: Der talentierte Mr. Zischler
Noch ein paar Stufen hinauf, dann öffnet sich die Tür, und man steht vor dem Rätsel.
Es trägt an diesem strahlenden Sommermorgen ein blaues Sakko, ein zartrosa Hemd zu hellen Hosen, sein männlicher Idealschädel neigt sich gemessen freundlich beim Handschlag, und auf diese Stimme, die dann erklingt, haben wir uns seit Wochen gefreut, sie bittet sonor herein, es gibt da leider kein klischeefreieres Adjektiv.
Das Rätsel führt mit fein dosiertem Schwung durch die Beletage der über hundertjährigen Villa im Berliner Westend, wobei »fein dosiert« ohnehin der Ausdruck sein könnte, mit dem man diesem Rätsel, es heißt Hanns Zischler, etwas auf die Spur kommen könnte.
Man landet schließlich auf dem Sofa in einem großzügigen Wintergarten, mit Blick auf einen herrlich verwunschenen, leicht abschüssigen Garten mit alten Bäumen, üppigem Grün und ein paar farbigen Lampions, »eiszeitlich geformter Boden«, wie der Sohn eines früh verstorbenen fränkischen Steinbruchbesitzers zum Espresso erklärt.
Das Westend ist dezentes bürgerliches Berlin , still im Abseits, jenseits des S-Bahn-Rings.
Seit 50 Jahren wohnt er hier, entdeckt hatte das damals leer stehende Haus seine 2014 verstorbene Frau, die Landschaftsarchitektin und Künstlerin Regina Poly.
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